Werwigk-Hertneck wird Nachfolgerin
Stuttgarter Justizminister gibt Amt auf

Der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) gibt Ende des Jahres sein Amt auf und und wechselt in die Privatwirtschaft.

HB/dpa STUTTGART. Seine Nachfolgerin wird die Rechtsanwältin Corinna Werwigk-Hertneck, teilte der Sprecher des FDP - Landesverbandes, Olaf Bentlage, am Dienstag in Stuttgart mit. Werwigk-Hertneck ist FDP-Stadträtin in Stuttgart und Fachanwältin für Familienrecht. Laut Goll gibt es keine politischen Gründe für seinen Rücktritt: "Ich strebe noch einmal eine neue berufliche Herausforderung an." Er werde als Partner in die Rechtsanwaltskanzlei des Stuttgarter Insolvenzverwalters Volker Grub eintreten.

Der 52-jährige Goll ist seit 1996 im Amt und damit der dienstälteste amtierende Justizminister Deutschlands. Den Posten des Justizministers hatte er vom amtierenden Innenminister Thomas Schäuble (CDU) übernommen. In seiner Amtszeit machte er sich vor allem für den Täter-Opfer-Ausgleich stark. In Freiburg und Stuttgart ließ er Modellprojekte zur Sofortverurteilung von Kleinkriminellen anlaufen und befürwortete im Gegensatz zum CDU-Koalitionspartner Methadonprogramme, um die kriminelle Drogen-Beschaffung einzudämmen. Zuletzt sorgte Goll mit Vorschlägen zur Sicherungsverwahrung für Kriminelle für Schlagzeilen.

Vor seiner Ernennung zum Minister saß Goll unter anderem vier Jahre im Landtag, war stellvertretender Fraktionschef und machte sich in den Bereichen Rechts-, Verfassungs- und Medienpolitik einen Namen. Nachdem er den Wiedereinzug ins Parlament 1992 knapp verfehlte, wurde er zunächst Personalchef beim Südwestfunk, bevor er vier Jahre später in die Landespolitik zurückkehrte. Werwigk-Hertneck ist seit 1984 Mitglied in der FDP und war 1996 Kandidatin bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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