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Westdeutschland weiter Spitzenreiter bei Arbeitskosten

afp KÖLN. Westdeutschland ist weiter Spitzenreiter bei den Arbeitskosten, allerdings hat sich der Abstand zu den nächstplazierten Ländern wegen des schwachen Euro-Kurses verringert. Wie das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) am Dienstag in Köln mitteilte, kostete die Arbeiterstunde in der westdeutschen Industrie im vergangenen Jahr durchschnittlich 50,48 Mark (25,81 Euro). Davon waren allein 22,64 Mark - also 46 Prozent - Personal-Zusatzkosten wie Urlaubsgeld, Solzialversicherungbeiträge und 13. Monatsgehalt. In Norwegen mussten den Angaben zufolge umgerechnet 49,36 Mark für eine Arbeiterstunde gezahlt werden, in Japan waren es 48,29 Mark. Damit produziert die japanische Industrie nur noch um vier Prozent billiger als die westdeutschen Unternehmen. 1999 hatte der Kostenvorteil noch 19 Prozent betragen.

Auch der Abstand zur US-Wirtschaft, der kanadischen und der britischen Industrie verringerte sich im vergangenen Jahr deutlich. Dies sei aber nicht auf eine außergewöhnliche Lohnzurückhaltung in Deutschland zurückzuführen, betonte das IW. Vielmehr sei die Schwäche des Euro und damit auch der Mark gegenüber Yen, Dollar und Pfund entscheidend. In nationaler Währung gerechnet seien beispielsweise die Arbeitskosten in Japan stabil geblieben, während sie in Westdeutschland im Durchschnitt um 2,5 Prozent zugelegt hätten.

Als Hauptgrund für die hohen Arbeitskosten nannte das Institut die hohen Personal-Zusatzkosten. Außer in Westdeutschland lägen sie nur noch in Belgien über 20 Mark pro Stunde. Gemessen an den Gesamtkosten ist ihr Anteil allerdings nicht nur in Belgien noch höher als in Westdeutschland. Auch in Österreich, Frankreich und Italien liegt er den Angaben zufolge über 48 Prozent.

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