Westen finanziert Ersatz-Reaktoren
Letzter Tschernobyl-Reaktor wird abgeschaltet

Reuters KIEW. Rund 14 Jahre nach der verheerenden Reaktorexplosion im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl wird dessen letzter Reaktor am Freitag endgültig abgeschaltet. Vertreter der Urkaine, Weißrusslands und Russlands kommen zu diesem Ereignis in der Hauptstadt Kiew zusammen. 1986 war der Reaktor vier des Kraftwerks explodiert und hatte weite Teile der Ukraine und Weißrusslands verseucht. Die Strahlung wird für den Tod Tausender Menschen seit dem Unglück verantwortlich gemacht. Der letzte von ursprünglich vier Reaktoren war wegen technischer Störungen bereits nicht mehr in Betrieb, wurde aber auf geringe Leistung hochgefahren, um - wie die Ingenieure sagten - etwas zum Abschalten zu haben.

Die vom Westen geforderte Stilllegung des als unsicher geltenden Kraftwerks ist in der Ukraine und vor allem in der Region Tschernobyl auf Kritik gestoßen. Viele Beschäftigte verlieren wegen der Schließung ihren Arbeitsplatz. Das Kraftwerk lieferte bislang rund fünf Prozent des Stroms im Land. Der Westen erklärte sich bereit, zur Kompensation den Ausbau zweier modernerer Atomkraftwerke in der Ukraine zu finanzieren.

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