Westerwelle greift Grüne an
Döring warnt vor Rot-Grün in Baden-Württemberg

Mit der Warnung vor einer rot-grünen Koalition in Stuttgart ist die FDP Baden-Württemberg in die Endphase des Landtagswahlkampfs gestartet. Der Landesvorsitzende Walter Döring bekräftigte am Sonntag in Schwäbisch Hall vor rund 500 Zuhörern: "Wir wollen die Koalition mit der CDU fortsetzen". FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle äußerte auf der Wahlkundgebung heftige Kritik an der rot-grünen Bundesregierung.

ap SCHWÄBISCH HALL. In einem Wahlaufruf der FDP hieß es, Baden-Württemberg sei erfolgreich trotz dieser Bundesregierung. "Deshalb haben rot-grüne Farbenspiele und Blütenträume in Baden-Württemberg nichts zu suchen." Der Südwesten müsse vor dem politischen Leichtsinn und wirtschaftspolitischen Unsinn von SPD und Grünen geschützt werden, sagte Döring.

Der designierte FDP-Bundesvorsitzende Westerwelle erklärte, die rot-grüne Regierung in Berlin betreibe eine kranke buchhalterische Finanzpolitik. Menschen seien unfrei, wenn ihnen die Hälfte von ihrem Verdienst wegegenommen werde. Westerwelle plädierte für kräftige Steuersenkungen. Die Grünen bezeichnete er als "einen Rest der 80er Jahre." Sie seien von musealer Qualität und eher Geschichtsunterricht. "Es freut mich besonders, dass die Jugend wieder zur FDP kommt und bei den Grünen wegbleibt." Westerwelle bekräftigte seine Kritik an der Ökosteuer. Rasen für die Rente sei nicht überzeugend.

Döring, der auch Stuttgarter Wirtschaftsminister ist, kritisierte auch die rot-grüne Mittelstandspolitik sowie die Rentenpolitik. In Berlin gebe es zurzeit keine einzige Oppositionpartei außer der FDP. Döring zeigte sich zuversichtlich, bei der Landtagswahl ein zweistelliges Ergebnis einfahren und somit drittstärkste Fraktion werden zu können. 1996 kamen die Liberalen auf 9,6 % der Stimmen.

Über seinen innerparteilichen Widersacher, den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann, rief Döring den Zuhörern in seinem Heimatwahlkreis zu: "Helfen sie alle mit, dass wir in Baden-Württemberg besser abschneiden als in Nordrhein-Westfalen." In Baden-Württemberg wird am 25. März ebenso wie in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt.



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