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Westerwelle und Trittin kritisieren Pläne für TV-Duell

FDP und Grüne sehen sich durch die mit den Fernsehanstalten vereinbarten TV-Duelle von Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Unions-Herausforderer Edmund Stoiber benachteiligt.

wiwo ap BERLIN. Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle sagte am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Berlin Mitte", er behalte sich juristische Schritte dagegen vor. Auch Bundesumweltminister Jürgen Trittin kritisierte, dass die kleineren Parteien nicht beteiligt werden sollen.

"Dass jetzt die anderen parlamentarischen Parteien, die Konkurrenz sind, ausgesperrt werden sollen, empfinde ich als ungerecht, als eine Verletzung der Chancengleichheit", sagte Westerwelle. Die beiden großen Parteien hätten Millionen zur Verfügung, um einen Wahlkampf zu machen, der den anderen Parteien gar nicht möglich sei. "Wenn sie die Fernsehanstalten auch noch allein betreten dürfen und wir unsere Argumente den Wählern nicht vortragen dürfen, empfinde ich das als unfair", sagte der FDP-Chef weiter.

Bundesumweltminister Trittin von den Grünen sagte, die Art und Weise der für den 25. August und 8. September vereinbarten Fernsehduelle zwischen Schröder und Stoiber werde der Bedeutung der Wahlentscheidung nicht gerecht. "Es gibt eine äußerst kleine Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser beiden Kandidaten alleine eine Mehrheit erreicht", fügte er hinzu. Entscheidend werde das Abschneiden der kleinen Parteien sein. Durch die Focussierung auf zwei Personen werde indes eine Entscheidung vorgegaukelt, die in Wirklichkeit eine ganz andere sei, bemängelte Trittin.

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