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Westerwelle-Vorstoß zu gleichberechtigter «Homo-Ehe» in der Kritik

Hamburg (dpa) - Die Forderung des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle nach voller Gleichberechtigung für homosexuelle Lebensgemeinschaften ist bei Politikern von CDU, aber auch FDP auf Ablehnung gestoßen.

Hamburg (dpa) - Die Forderung des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle nach voller Gleichberechtigung für homosexuelle Lebensgemeinschaften ist bei Politikern von CDU, aber auch FDP auf Ablehnung gestoßen.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) sagte der «Bild am Sonntag»: «Homosexuelle verdienen Respekt und Schutz vor jeder Diskriminierung. Aber ihre Lebensform kann nicht Ehe und Familie gleichgestellt sein, die vom Grundgesetz besonders geschützt werden. Die Zulassung gleichgeschlechtlicher Paare als Adoptiveltern lehne ich deshalb ab.» Bei einer Adoption gehe es nicht um die vermeintlichen Gleichberechtigungsansprüche der Adoptiveltern, sondern zuerst um das Wohl des Kindes.

Sachsen-Anhalts Regierungschef Wolfgang Böhmer (CDU) stimmte zu: «So lange die Verpflichtungen nicht gleich sind, können auch die Rechte nicht gleich sein.»

Hessens FDP-Fraktionschef Jörg-Uwe Hahn sagte: «Westerwelles Vorstöße zum Adoptions- und Steuerrecht gehen mir eindeutig zu weit.» Solche Positionen könnten die FDP Wählerstimmen kosten. Das solle der Bundesvorsitzende bedenken.

Westerwelle hatte gefordert, das Adoptionsrecht auf alle festen gleichgeschlechtlichen Paare auszuweiten. Gleiche Rechte verlangte er auch für die steuerliche Behandlung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.

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