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Westerwelle will TV-Duell verhindern

FDP-Chef Guido Westerwelle will die geplanten zwei Fernsehduelle zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) juristisch verhindern, falls er selbst nicht eingeladen wird.

dpa BERLIN. Westerwelle sagte am Mittwoch im Saarländischen Rundfunk, er halte die Duelle für verfassungsrechtlich unzulässig. Er kündigte juristische Schritte an, falls es an diesem Donnerstag zwischen den Unterhändlern von Schröder und Stoiber zu einer Einigung über die Duelle komme. "Ich erwarte von den Sendern, die ein solches Duell durchführen, dass sie mich dazuladen."

Stoibers Medienberater Michael Spreng, der stellvertretende Regierungssprecher Bela Anda und Verantwortliche von ARD, ZDF, RTL und SAT.1 wollen sich am Donnerstag in Berlin zusammensetzen, um über die Fernsehduelle zu beraten. Streitpunkt ist vor allem der Zeitpunkt der Debatten. Schröders Unterhändler wollen vor allem einen Termin am Ende der heißen Wahlkampfphase, möglichst zwei Tage vor der Wahl am 22. September.

Dies wird von Stoibers Seiten abgelehnt. Stoiber befürchtet, dass Falschbehauptungen dann nicht mehr aus der Welt geschafft werden könnten. Westerwelle meinte, falls es zu den Duellen komme, stelle dies eine "Form von Wählerbetrug" dar. Der Kanzler werde vom Deutschen Bundestag gewählt. Hier aber werde der Eindruck erweckt, als stünden Schröder und Stoiber zur Wahl.

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