Archiv
Westlb verhandelt mit einem strategischem Investor über TUI-Anteil

Die Westlb verhandelt mit einem strategischen Investor über den Verkauf ihres Anteils an Europas größtem Reisekonzern TUI und will noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommen. "Die Gespräche laufen schon eine ganze Weile. Sie sind ernsthaft", sagte Westlb-Vorstandschef Thomas Fischer der "Financial Times Deutschland" (FTD) (Montagausgabe). "Wenn möglich, wollen wir unsere TUI-Beteiligung noch 2004 abgeben", sagte er weiter. Fischer wollte nicht sagen, mit wem er spricht. Zuletzt wurden oft Hotelketten als Interessenten gehandelt, viele haben aber abgewunken.

dpa-afx HAMBURG. Die Westlb verhandelt mit einem strategischen Investor über den Verkauf ihres Anteils an Europas größtem Reisekonzern TUI und will noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommen. "Die Gespräche laufen schon eine ganze Weile. Sie sind ernsthaft", sagte Westlb-Vorstandschef Thomas Fischer der "Financial Times Deutschland" (FTD) (Montagausgabe). "Wenn möglich, wollen wir unsere TUI-Beteiligung noch 2004 abgeben", sagte er weiter. Fischer wollte nicht sagen, mit wem er spricht. Zuletzt wurden oft Hotelketten als Interessenten gehandelt, viele haben aber abgewunken.

Fischer, der als TUI-Aufsichtsratsmitglied nicht persönlich an den Gesprächen teilnimmt, schloss einen Verkauf des 31-prozentigen Anteils an so genannte Geierfonds, die ein Unternehmen nach der Übernahme zerschlagen und die einzelnen Teile weiterverkaufen, aus. Die Beteiligungspolitik der Westlb verbiete das. "Das gilt für alle unsere Beteiligungen: Für eine Bank mit öffentlich-rechtlichen Eignern, und besonders für die Westlb mit ihrer Geschichte, Tradition und Prägung, ist es unakzeptabel, ein Investment zu verkaufen ohne darauf zu achten, was der Käufer damit macht", sagte Fischer. Nach Informationen aus Westlb-Kreisen hatte die Bank Angebote von einigen solcher Fonds erhalten.

Fischer sagte gegenüber der FTD nicht, ob er mit dem Investoren über den Verkauf des gesamten Anteils verhandelt oder über weniger. Um mit Gewinn auszusteigen, muss er einen Käufer für mindestens 25 % an dem Reiseveranstalter finden, dann ist ihm ein Paketzuschlag sicher. Den braucht er, da die TUI-Aktie am Freitag bei 15,65 ? schloss, in den Büchern der Westlb aber mit 16,50 ? bewertet ist. Ein Investor, der das gesamte Paket kauft, müsste ein Übernahmeangebot an die restlichen TUI-Aktionäre machen.

Fischer sagte zudem, der Verkauf diene der Bank zur Freisetzung von Eigenkapital und dazu, der einer "kundenorientierten Bank angemessenen Bilanz- und Risikostruktur" näher zu kommen. "Deshalb forcieren wir den Abbau nicht-strategischer Beteiligungen". Bis Jahresende, so Fischer, sollen auch die 95 % die die Bank an dem Stahlhändler Klöco hält, verkauft sein. Auch verkauft werden sollen Engagements der Londoner Sparte Principal Finance.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%