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Westliche Kampfjets greifen irakische Abwehr an

Westliche Kampfflugzeuge haben nach Angaben eines US-Militärsprechers am Dienstag irakische Flugabwehrstellungen im Süden des Landes angegriffen. Es sei der zweite Militärschlag innerhalb von fünf Tagen gewesen, sagte ein Sprecher der US-Truppen in der Golfregion.

rtr DUBAI. "Flugzeuge der Allianz trafen gegen 15.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MESZ) eine Flugabwehrstellung im südlichen Irak nahe El Hilla, etwa 430 Kilometer südöstlich von Baghdad", sagte der Sprecher. Der Angriff, der einem ähnlichen Schlag vom Donnerstag gefolgt war, sei eine "Antwort auf die feindlichen irakischen Drohungen" gegen Flugzeuge der britisch-amerikanischen Allianz.

Dem Sprecher zufolge wurden Lenkwaffen benutzt, um die Stellungen anzugreifen. Die Kampfflugzeuge seien wohlbehalten aus dem irakischen Luftraum zurückgekehrt, sagte der Sprecher weiter. Seit Ende August haben britische und US-Kampfflugzeuge verstärkt mit Militärschlägen reagiert, nachdem Irak Flugzeuge der Allianz angegriffen hatte. Die US-Behörden teilten mit, die Luftangriffe stünden nicht in Verbindung mit dem Vorhaben von US-Präsident George W. Bush, auf die Anschläge in den USA vom 11. September zu reagieren.

Die Allianz hatte nach der Vertreibung irakischer Truppen aus Kuwait 1991 im Norden und Süden des Irak Flugverbotszonen mit der Begründung eingerichtet, die kurdische und schiitische Minderheit zu schützen. Zudem sollte es damit dem Irak unmöglich gemacht werden, noch einmal Nachbarstaaten anzugreifen. Der Irak erkennt die Flugverbotszonen nicht an. Auch Russland hat die Flugverbotszonen mit der Begründung scharf kritisiert, die USA und Großbritannien hätten sie unter Umgehung der Vereinten Nationen (UNO) eingerichtet.

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