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Wettbewerb um besten Flirtstar

Weiterstadt (dpa) - Daniele Tomasulo hat keinen Anmach-Trick. Der 25 Jahre alte Lagerist aus dem südhessischen Weiterstadt mit italienischem Blut in den Adern verlässt sich auf seinen Mut und seine Intuition. Mal tanzt er Rock und Roll, bis ihm seine Angebetete erliegt, mal probiert er es mit einem herkömmlichen Spruch: «Mein Name ist Daniele, und Du hast nichts zu verlieren.» Mit dieser Empfehlung hat er es zum hessischen Flirtmeister gebracht. Am 15. Juni kann er in Köln zeigen, ob er mit seiner Masche die deutsche Flirt-Krone erringen kann.

Weiterstadt (dpa) - Daniele Tomasulo hat keinen Anmach-Trick. Der 25 Jahre alte Lagerist aus dem südhessischen Weiterstadt mit italienischem Blut in den Adern verlässt sich auf seinen Mut und seine Intuition. Mal tanzt er Rock und Roll, bis ihm seine Angebetete erliegt, mal probiert er es mit einem herkömmlichen Spruch: «Mein Name ist Daniele, und Du hast nichts zu verlieren.» Mit dieser Empfehlung hat er es zum hessischen Flirtmeister gebracht. Am 15. Juni kann er in Köln zeigen, ob er mit seiner Masche die deutsche Flirt-Krone erringen kann.

Den Wettbewerb hat ein Kondomhersteller ins Leben gerufen. Eine Umfrage hat dem Verhütungsspezialisten jüngst bestätigt, dass die Deutschen keine Flirtkultur besitzen. Beim Herantasten an das andere Geschlecht seien sie langweilig und unkreativ. Ein beunruhigendes Ergebnis angesichts von 14 Millionen Singles, findet Organisatorin Britta Polleit. «Wir suchen deshalb nach Vorbildern, damit Flirten wieder in Mode kommt.»

Ein gesundes Selbstvertrauen kann dabei nicht schaden. «Die meisten Männer sehen doch gleich aus und trauen sich einfach nicht, Frauen anzusprechen», sagt der drahtig durchtrainierte, 173 Meter große Tomasulo. «Wo ich hingehe, falle ich auf.» Dafür sorgt nicht zuletzt seine Elvistolle und seine Tätowierung am Arm. «Das ist immer ein Gesprächsthema.» Wer genau wissen will, wie weit seine Vorliebe für die 50er Jahre geht, dem zeigt er die Innenseite seiner Unterlippe. Dort sind fünf Buchstaben eintätowiert: «ELVIS».

«Solche Typen suchen wir, die mit vollem Körpereinsatz flirten», sagt Polleit. «Viele Bewerber haben uns irgendwelche Maschen geschrieben, die im Endeffekt doch ziemlich langweilig oder nicht eben nachahmenswert sind.» So ist ein junger Mann seinem Autoflirt kurzerhand an der Kreuzung hinten draufgefahren, ein anderer täuschte Ertrinken vor, um sich vom Urlaubsschwarm retten zu lassen.

Coole Sprüche wurden fast nur von Mädchen eingeschickt, die rund die Hälfte der 1100 Bewerber stellen. «Der Barkeeper sagt, der Drink macht unwiderstehlich. Wirkt er bei Dir schon?» nennt Polleit ein gelungenes Beispiel. «Das muss ein bisschen abgefahren sein und mit Witz.» Frauen flirten zwar laut Studie wesentlich seltener als Männer, dafür nach Polleits Erfahrung aber um so heftiger.

So wird für das Saarland wahrscheinlich eine Unternehmensberaterin ins Rennen gehen, die als «Funkenmariechen durchs Leben hüpft und die Männer wild macht». Aus Mecklenburg-Vorpommern kommt eine Studentin, die fast jeden Abend auf Achse ist. «Seit sie ihre Chancen kennt, geht sie noch mehr üben», sagt Polleit.

Aus jedem Bundesland kommt ein Kandidat. Nur Sachsen-Anhalt geht leer aus. «Das ist anscheinend eine Flirt-Wüste», wundert sich Polleit. «Von dort kam keine einzige Bewerbung.» Spitzenreiter waren die Nordrhein-Westfalen und die Baden-Württemberger. Bei der Endausscheidung in Köln müssen die Flirt-Stars Peter Hollinger von der Münchner Kontaktschule, den Psychologen Volker van den Boom sowie den als Bachelor bekannt gewordenen Marcel Maderitsch und die Moderatorin Susann Atwell becircen.

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