Wettbewerb wird härter
Benzin wird noch teurer

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen BP AG hält eine Erhöhung von bis zu sieben Pfennig je Liter für möglich.

vwd/ap HAMBURG Auf eine Senkung der Benzinpreise können die Autofahrer in diesem Jahr nach Einschätzung der Deutschen BP AG, Hamburg, kaum hoffen. Der Vorstandsvorsitzende Uwe Franke sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir müssen bis Jahresende mit weiterhin ähnlich hohen Preisen rechnen - billiger wird's nicht." Die Tankstellen-Betreiber bräuchten im Gegenteil "noch fünf bis sieben Pf pro Liter mehr, um kostendeckend arbeiten zu können". Trotz Experten-Warnungen vor einer Rohöl-Verknappung drohe aber keine echte Versorgungskrise.

"Die leeren Lager können ja gefüllt werden. Wenn der Preis für Opec-Öl wie derzeit über den angestrebten 28 Dollar pro Fass liegt, werden die Mitgliedstaaten wieder mehr fördern", erklärte Franke. Das Problem dabei sei, dass "der preissenkende Effekt dieser zusätzlichen Mengen bei den derzeit niedrigen Beständen schnell verpufft und die Hochpreisphase länger dauert". Für die Deutsche BP AG sei das Tankstellen-Geschäft in diesem Jahr defizitär gewesen, sagte Franke weiter: "Bei Kraftstoffherstellung und-verkauf in Deutschland haben wir in diesem Jahr bisher 60 bis 70 Mill. Dollar Verlust gemacht."

Franke rechnet mit weiteren Tankstellen-Schließungen in beträchtlichem Umfang. "Der Wettbewerb wird immer härter. Ich rechne damit, dass die Zahl von derzeit 16 500 bis Ende 2001 auf unter 15 000 sinkt. Das ist ein natürlicher Bereinigungsprozess, der viele kleinere Stationen betreffen wird."



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