Wettbewerbsbehinderung untersagt
Bundeskartellamt schiebt Fuchs einen Riegel vor

Das Bundeskartellamt hat dem europaweiten Marktführer Fuchs Gewürze die Behinderung des Koblenzer Wettbewerbers Hartkorn Gewürzmühle untersagt.

HB/dpa DISSEN/BONN. Wie das Kartellamt am Mittwoch in Bonn mitteilte, habe Fuchs in mehreren Fällen Lieferverträge mit Lebensmittelhändlern geschlossen, die Ausschließlichkeitsklauseln enthielten, und auch direkt Hartkorn behindert. So habe Fuchs "Werbekostenzuschüsse" unter der Bedingung angeboten, dass der mittelständische Wettbewerber aus dem Angebot genommen oder aus laufenden Verhandlungen ausgeschlossen werde.

"Mit seinem Vorgehen hat die Fuchs-Gruppe als marktbeherrschendes Unternehmen gezielt beabsichtigt, die wirtschaftliche Betätigungsfreiheit seines Konkurrenten unzulässig zu beeinträchtigen", sagte Kartellamtspräsident Ulf Böge.

Fuchs Gewürze hat gegen die Entscheidung Beschwerde eingelegt. Wegen des schwebenden Verfahrens lehnte die Geschäftsführung eine Stellungnahme ab. Die Fuchs-Gruppe gilt mit zuletzt 377 Millionen Euro Umsatz als größter Gewürzanbieter Europas und zweitgrößter Gewürzspezialist weltweit.

Zu dem Unternehmen zählen neben Fuchs auch bekannte Marken wie Ubena, Ostmann und Aso. Auf dem weitgehend mittelständisch strukturierten Markt für haushaltsüblich abgepackte Trockengewürze und-kräuter halte Fuchs in Deutschland 75 Prozent des Marktanteils, teilte das Kartellamt weiter mit.

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