Wettbewerbshüter greifen ein: Bußgelder gegen Beton-Hersteller

Wettbewerbshüter greifen ein
Bußgelder gegen Beton-Hersteller

Das Bundeskartellamt hat gegen acht Hersteller von Transportbeton wegen verbotener Absprachen Geldbußen in Millionenhöhe verhängt.

Reuters BONN. Die im Großraum Bielefeld, Bad Salzuflen, Detmold und Osnabrück ansässigen Transportbeton-Hersteller hätten sich in den Jahren 1990 bis 2001 über Quoten und Preise abgesprochen und ihre Liefergebiete untereinander aufgeteilt, teilte Kartellamtspräsident Ulf Böge am Dienstag in Bonn mit. Insgesamt habe die Aufsichtsbehörde Geldbußen in Höhe von 2,7 Millionen Euro verhängt.

Bereits im Sommer hatten die Wettbewerbshüter gegen sieben Hersteller von Transportbeton im Raum Niederbayern wegen wettbewerbswidriger Absprachen Bußgeldbescheide von insgesamt 1,8 Millionen Euro erlassen. Sechs Bußgeldbescheide seien bereits rechtskräftig, teilte die Behörde am Dienstag weiter mit. Da eine Firma Einspruch eingelegt habe, werde der Fall vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf entschieden.

Vor zwei Jahren hatte das Bundeskartellamt gegen 69 Unternehmen der Transportbetonbranche die bislang höchste Bußgeldsumme in Höhe von rund 190 Millionen Euro verhängt. Die Behörde ermittelt zudem weiterhin gegen vermutete Preisabsprachen von Zementherstellern. Hier könnte sich die Summe aller Bußgelder auf rund eine Milliarde Euro belaufen. In diesem Wettbewerbsverfahren hätten einige Zementhersteller noch bis Ende Februar Zeit, Stellung zu nehmen, sagte eine Sprecherin.

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