Wettbewerbshüter haben schwere Bedenken
EU-Kommission verlängert Prüfung von Haindl-Verkauf

Die EU-Kommion hat die wettbewerbsrechtliche Untersuchung des Verkaufs der Haindl-Papier-Konzerns an die finnische UPM-Kymmene-Gruppe bis Mitte November verlängert. Es gebe schwere Wettbewerbsbedenken, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel nach einer einmonatigen Standardprüfung mit.

dpa-afx BRÜSSEL. Das über 150 Jahre Familienunternehmen Haindl soll für 3,64 Mrd. Euro verkauft werden. Betroffen sind die deutschen Werke in Augsburg, Schongau, Duisburg- Walsum und Schwedt sowie Tochtergesellschaften in den Niederlanden und Österreich. Nach bisherigen Plänen will UPM-Kymmene das Werk in Duisburg-Walsum und die niederländische Firma Parenco an den norwegischen Papierhersteller Norske Skog für rund 1,1 Mrd. Euro weiter verkaufen. Nach einer ersten Prüfungsphase kam die EU-Kommission jetzt zu der Ansicht, dass die durch beide Transaktionen entstehende Konzentration auf dem Markt für Zeitungs- und Zeitschriftenpapier "Anlass zu erheblichen wettbwerbsrechtlichen Bedenken gibt".

Die Haindl-Gruppe gehört mit 3,2 Mrd. DM Umsatz und weltweit 4 300 Beschäftigten zu den größten europäischen Herstellern von Rollendruckpapieren. Das in Helsinki und New York börsennotierte Unternehmen UPM-Kymmene produziert in 14 Ländern und erzielte im vergangenen Jahr mit rund 33 000 Beschäftigten einen Umsatz von 9,5 Mrd. Euro.

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