Wetterextreme nicht auf die leichte Schulter nehmen
Grüne wollen Klimaveränderung zum Wahlkampfthema machen

Den Menschen werde schlagartig klar, dass unterlassener Klimaschutz eine sehr teure Angelegenheit werden könne, sagte der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Reinhard Loske, der Chemnitzer "Freien Presse" (Mittwochausgabe). Die aktuelle Lage zeige, dass es fünf vor zwölf sei.

HB CHEMNITZ. Loske setzte sich für eine Fortsetzung der ökologischen Steuerreform ein. "Dazu gehören weitere Schritte der Ökosteuer", sagte er. So seien jährliche Anhebungen der Energiepreise zwischen 3 und 5 Prozent in den nächsten 20 Jahren unabdingbar. Das gelte sowohl für Strom als auch für Benzin. Dafür sollten andere Steuern und Abgaben gesenkt werden. Wer behaupte, bei der Ökosteuer sei die Grenze der Belastbarkeit erreicht, habe "die Zeichen der Zeit nicht erkannt". Was der Menschheit bei der Klimaentwicklung bevorstehe, könnte viel teurer werden als eine sinnvolle Vorsorge.

Auch der SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Michael Müller, warnte davor, die Wetterextreme auf die leichte Schulter zu nehmen. Es sei ein alarmierendes Zeichen und zeige, dass das Klimasystem schon weit stärker aus dem Lot geraten sei als bislang angenommen, sagte Müller der Zeitung. Deshalb wäre es falsch, vorschnell auf eine Fortentwicklung der Ökossteuer zu verzichten. Allerdings müsse sie neu ausgestaltet werden, zumal die Koppelung an den Rentenbeitrag dann nicht mehr nötig sei. Müller plädierte dafür, einen Teil der Mittel künftig der Förderung von Umwelttechnologien zugute kommen zu lassen.

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