Wettkampf außerhalb der Sportstätten beginnt schon lange vor Olympia
Hightech-Equipment für die berühmten Millimeter

Coller, schneller, schärfer, leichter: Die Olympischen Spiele sind alle Jahre aufs Neue auch ein Wettlauf der Material-Forscher der Ausrüster-Firmen. In Athen ist das nicht anders.

HB ATHEN. Schnelle Spikes für flinke Füße, coole Kleidung, superscharfe Displays, ein 14-Pfund-Rennrad und "Big Brother" mit tausend Elektronen-Augen - das olympische Athen wird auch zur bunten Spielwiese und gigantischen Werbefläche der Hightech-Tüftler. Die neueste Hochtechnologie soll vor allem sportliche Leistung befördern, den letzten Kick geben, die berühmten Millimeter und Hundertstel "herauskitzeln". DeMOlisher II, Complete Theseus, Monsterfly - lange vor den Spielen ist auch ein neuer Ausrüster-Mehrkampf um den schnellsten und leichtesten Sprint-Schuh eröffnet worden.

B2004/1 heißt der Hightech-Hit aus Berlin. Die Tüftler aus dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) haben den Bahnrad-Verfolgern um Robert Bartko und Co. eine neue Hightech- Rennmaschine maßgeschneidert - mit 6,8 Kilo ebenso ein Leichtgewicht wie der Helm (ca. 300 Gramm), der erstmals die strenge EU-Norm erfüllt. Für die Schützen wurde ein Karbonschaft entwickelt, für die Segler ein neues 470er Boot.

Die Kanuten rücken gleich mit zwei "Flotten" an. Das FES hat Boote sowohl für ruhiges als auch stark bewegtes Wasser entwickelt; dazu neue Paddelkollektionen und Sitzschalen. Athen ist für die FES- Ingenieure und-Techniker schon wieder Geschichte. "Wir haben längst den Winter 2006 in Turin auf unseren Computern", betont FES-Direktor Harald Schaale.

Für rund 255 Mill. ? wurde in der Vier-Millionen-Metropole Athen ein gigantisches elektronisches Überwachungssystem installiert. Nichts soll den Sicherheitskräften entgehen - zumindest von dem, was rund um die Uhr in den öffentlichen Bereichen passiert. Bilder in Echtzeit, Geräusche, Informationen - "Big Brother" will alles wissen. Dafür sorgen über 1000 hoch auflösende Kameras und Infrarot-Kameras, zwölf Patrouillenboote, ein mit Sensoren bestücktes Luftschiff, 4000 Fahrzeuge, neun Hubschrauber, vier mobile Kommunikationszentren. Auch Siemens war an der Software-Entwicklung beteiligt.

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