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Wettlauf gegen die Zeit bei Rettungsaktion für Atom-U-Boot

Wettlauf gegen die Zeit bei Rettungsaktion für Atom-U-Boot

dpa MOSKAU. Der Großeinsatz zur Rettung eines in der Barentssee gesunkenen russischen Atom-U-Boots mit 116 Mann an Bord hat bis Dienstagmorgen keinen Erfolg gebracht. Wegen schlechten Wetters und stürmischen Windes hätten zwei Rettungsapparate nicht an der in 100 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund liegende "Kursk" andocken können, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Pressesprecher der Nordflotte, Wladimir Nawrozki. Über die Versorgungssonde sollen Strom und Sauerstoff zu dem vor der Nordküste Europas havarierten U-Boot gebracht werden.

Zur Besatzung gebe es nur über Klopfzeichen Kontakt. Die Matrosen an Bord der am Sonntag gesunkenen "Kursk" seien am Leben, erklärte Nawrozki. Unklar war weiterhin, ob es unter der Besatzung Verletzte gibt. Der Sauerstoff reicht nach Fernsehberichten noch für drei Tage. Es sei noch Zeit für die Rettung, sagte Nawrozki.

Ursache des Untergangs der "Kursk" konnte nach Angaben Nawrozkis sowohl eine Explosion an Bord oder eine Kollision mit einem ausländischen U-Boot sein. Die USA und andere westliche Regierungen hatten einen Zusammenstoß mit einem fremden U-Boot zurückgewiesen. Auch Nawrozki selber hielt eine Kollision für eher unwahrscheinlich. In diesem Fall hätte in unmittelbarer Nähe der "Kursk" ein weiteres havariertes U-Boot geortet werden müssen, sagte er.

Russland könne derzeit auf die angebotene westliche Hilfe bei der Rettungsaktion verzichten, sagte Nawrozki. Die "Kursk" hatte nach offiziellen Angaben keine Atomwaffen an Bord. Die zwei Reaktoren des Nuklearantriebs wurden abgeschaltet.

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