WGZ-Bank empfiehlt STM
Bessere Aussichten für Halbleiter

Nach einem massiven Rückgang der Halbleiternachfrage im vergangenen Jahr gibt es nun erste Anzeichen für eine nachhaltige Verbesserung der Branchensituation.

DÜSSELDORF. So meldete der Zentralverband der Elektronikindustrie (ZVEI) für den Februar einen deutlich verbesserten Auftragseingang gegenüber dem Vormonat. Doch die Düsseldorfer WGZ-Bank weist in einer aktuellen Kurzstudie zu den Branchen Elektronik, Software und Technologie heute darauf hin, dass Anleger auch die Umsatzentwicklung auf dem deutschen Halbleitermarkt (minus 38 %) nicht aus den Augen lassen sollten. Bis zum Nullwachstum dürfte es noch ein weiter Weg sein, der bis zum Jahresende nicht geschafft werden dürfte.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktbereinigung (Übernahme des Speichergeschäfts von Hynix durch Micron ) sieht Analystin Marianna Gurmann den Trend zur Konsolidierung in der Branche positiv, da auf diesem Weg überflüssige Kapazitäten aus dem Markt genommen würden. Folge: Die Preisentwicklung - für DRAM und SDRAM - sollte sich stabilisieren. Vor diesem Hintergrund hatte erst gestern die Investmentbank Goldman Sachs ihre Gewinnschätzung für Infineon für 2002 auf minus 0,82 Euro von zuvor minus 0,96 Euro je Aktie angehoben. Die Bank begründete ihre Neueinschätzung unter anderem mit aktuell höheren Preisen für DRAM-Chips und einem sich verbesserenden konjunkturellen Umfeld.

Allerdings: Während sich im Bereich Halbleiter Micron/Hynix durch ihren Zusammenschluss den ersten Platz weltweit - vor Samsung - sicherten, sollte dies den Druck auf Infineon und STM erhöhen, weitere Kooperationen einzugehen.

Die Entwicklung der Abnehmermärkte verläuft zweigeteilt. Während Impulse aus UMTS im Bereich der Mobilen Kommunikation nach Ansicht der WGZ-Bank auch im laufenden Jahr eher schwach bleiben werden (revidierte Verkaufszahlen von Nokia im ersten Quartal, rückläufige Umsatzentwicklung bei Ericsson ), könnte die Breitbandtechnologie (xDSL) im Telekommunikationsbereich für Wachstumsfantasie sorgen.

Die WGZ-Bank kommt in ihrer Kurzstudie zu der Einschätzung, dass angesichts der aktuellen Kursentwicklung die Aktien von STM die beste Anlagemöglichkeit sind. Analystin Gurmann glaubt, dass die jüngste Kooperation von STM mit Philips, das sich verbessernde Marktumfeld sowie das positive Marktsentiment der Aktie Aufschwung verleihen sollten.

Des weiteren änderten die Düsseldorfer ihre Einstufung von STM von "Reduzieren" auf "Akkumulieren" und hoben das Kursziel auf 46,12 Euro an. Bei Infineon (ebenfalls "Akkumulieren", 32 Euro) und Epcos ("Reduzieren", 53 Euro) blieb das Anlageurteil unverändert.

Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor
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