Wichtige Ankündigung erwartet
Verkaufsgerüchte beflügeln Consors

Verkaufsspekulationen haben den Kurs der Aktie des Nürnberger Discount-Brokers Consors am Dienstag deutlich angetrieben.

ddp/vwd BERLIN. Der Wert legte in der ersten Handelsstunde um rund 4,6 Prozent auf 12,65 Euro zu. Bereits seit längerem gibt es Gerüchte, dass die Schmidt-Bank, die mit rund 70 % Hauptanteilseigner von Consors ist, den Online-Broker auf Grund der hohen Verluste verkaufen könnte. Eine Consors-Sprecherin bestätigte gegenüber Medien, dass derzeit mit Interessenten aus dem In- und Ausland Verhandlungen geführt würden. Dabei seien alle Arten der Zusammenarbeit denkbar, von einer lockeren Kooperation bis zum Verkauf, hieß es.

Ein für Dienstag geplantes Analystentreffen wurde kurzfristig abgesagt, da in den kommenden Tagen eine strategisch wichtige Ankündigung erfolgen solle. "Es sieht nun wirklich danach aus, als ob die Gesellschaft verkauft wird", sagt Guido Hoymann, Analyst vom Bankhaus Metzler. Er behält zwar noch die Empfehlung "Verkaufen" für die Aktien, kann sich jedoch vorstellen, die Papiere auf "Kaufen" hochzustufen, wenn die Übernahmespekulationen weiter anhalten.

Online-Broker unter Konsolidierungsdruck

Alexander Kachler vom Bankhaus Merck Finck (Empfehlung: "Halten") weist darauf hin, dass der Konkurrent Comdirect Bank die Verschiebung der Veröffentlichung seiner Zahlen ebenfalls mit einer bevorstehenden strategisch wichtigen Ankündigung begründet hat. "Ein Zusammenschluss der beiden Online-Broker zu einem europäisch aufgestellten Discountbroker wäre denkbar. Allerdings ist die Philosophie beider Unternehmen sehr unterschiedlich", sagte der Analyst.

Zuletzt waren die Gespräche von Consors mit der Commerzbank-Tochter Comdirect ebenso erfolglos geblieben wie die mit der Hypovereinsbank-Tochter Direkt Anlage Bank (DAB). Doch die schwachen Aktienmärkte und das damit einhergehende geringere Handelsvolumen hat die Branche der Online-Broker unter Konsolidierungsdruck gesetzt. Jeder spricht mit jedem, heißt es in Finanzkreisen. Als möglicher Kooperationspartner für Consors ist sogar die Postbank im Gespräch.

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