Wichtige Kernfragen
Die Positionen Bushs und Gores

Reuters WASHINGTON. Die Kandidaten um die US-Präsidentschaft haben im Wahlkampf versucht, ihre unterschiedlichen Positionen deutlich zu machen. Im Folgenden die Ansichten der beiden aussichtsreichsten Kandidaten, Bush und Gore, zu einigen wichtigen Themen:

Außenpolitik

Gore und Bush treten beide für den internationalen Freihandel ein. Im Gegensatz zu Gore lehnt Bush das internationale Atomwaffen-Teststopp-Abkommen ab. Bush erklärte er wolle die US-Beteiligung an internationalen Friedenseinsätzen verringern. Der Republikaner tritt auch für eine größere Distanz zur Volksrepublik China ein und will die Beziehungen zu Taiwan intensivieren.

Steuern

Gore verspricht Steuerentlastungen für die mittleren und niedrigeren Einkommen. In den kommenden zehn Jahren sollen Verheiratete um 80 Milliarden Dollar entlastet werden. Entlastungen soll es auch für Familien mit Kindern geben sowie Steuererleichterungen zur Finanzierung der Hochschulausbildung. Bush kündigt an, die Steuern in einem Zeitraum von fünf Jahren um 483 Milliarden Dollar für alle Amerikaner zu senken, das Steuersystem zu vereinfachen und die Kinderfreibeträge zu erhöhen.

Abtreibung

Gore unterstützt das Recht der Frauen auf Abtreibung in allen Fällen und lehnt Bestrebungen der Republikaner ab, jede Abtreibungen in einer späteren Schwangerschaftsphase zu verbieten. Bush lehnt Abtreibungen außer bei Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr der werdenden Mutter ab. Bush kündigte an, die Bundeszuschüsse für Einrichtungen zur Familienplanung zu streichen. Auch international tätige Organisationen, die die Abtreibung ermöglichen, sollen keine Mittel des Bundes mehr erhalten.

Bürgerrechte und Gleichberechtigung

Gore unterstützt die Programme zur beruflichen und schulischen Förderung von Frauen und ethnischen Minderheiten. Er plant im Gegensatz zu Bush Bundesgesetze gegen Verbrechen, die wegen rassistischer, religiöser, sexueller oder ethnischer Intoleranz begangen werden. Gore ist wie Bush für die Todesstrafe. Bush lehnt dagegen Quotenregelungen für Frauen und ethnische Minderheiten ab.

Verteidigung

Gore tritt dafür ein, die Aussichten für ein nationales Raketenabwehrprogramm zu untersuchen, den Verteidigungshaushalt kontinuierlich zu erhöhen und bekennende Homosexuelle in der Armee zuzulassen. Bush verspricht mehr Mittel für hochtechnologische Waffensysteme. Er kündigte an, das nationale Raketenabwehrsystem (NDM) auch dann voranzutreiben, wenn dies die Aufkündigung des ABM-Vertrages über die Begrenzung der Raktenabwehrsysteme mit Russland bedeuten würde.

Umwelt

Gore unterstützt das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen und verspricht, neue Technologien zu fördern. Er tritt für Steuererleichterungen für Unternehmen, Hausbesitzer und Autofahrer ein, die die Umwelt schonen. Bush lehnt das Kyoto-Protokoll ab. Unterstützt jedoch staatliche Maßnahmen, um die Belastung durch Kohlekraftwerke zu reduzieren.

Waffen

Gore unterstützt eine schärfere Kontrolle beim Waffenerwerb, ein bundesweites Lizenzierungssystem von Schusswaffen und Kindersicherungen an Waffen. Bush sagte zu, die bestehende Gesetzgebung strikt anzuwenden, ist jedoch gegen ein bundesweites Registrierungssystem und für Kindersicherungen auf freiwilliger Basis.

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