Wichtige Rolle
Börsen-ABC: Das Bookbuilding-Verfahren

Beim anstehenden Börsengang des Frankfurter Flughafens spielt das so genannte Bookbuilding-Verfahren eine wichtige Rolle. Dieses Verfahren dient zur Festlegung des Emissionspreises für die Fraport-Aktien.

ddp/vwd BERLIN. Das "Bookbuildung-Verfahren" kommt aus den USA, wo es schon seit vielen Jahren praktiziert wird. In Deutschland wurde es erstmals in den 90er Jahren angewandt, zum Beispiel bei den Börsengängen von Adidas und der Deutschen Telekom.

Bis dahin wurde für die Börseneinführung das so genannte Festpreisverfahren eingesetzt, bei dem die Konsortialbanken und das an die Börse gehende Unternehmen den Emissionspreis vor Beginn der Zeichnungsfrist bestimmen. Beim "Bookbuilding-Verfahren" werden dagegen die Investoren in den Preisfindungsprozess einbezogen. In einer "Pre-Marketing-Phase" wird das Unternehmen institutionellen Anlegern vorgestellt und ein erster Preis genannt. Je nach Reaktion der potenziellen Anleger legen die Konsortialbanken und das Unternehmen dann die Preisspanne fest.

In der darauffolgenden "Marketingphase" stellt sich das Unternehmen auf "Road Shows" Banken, Fondsgesellschaften und Investmenthäusern vor. Diese Phase spielt sich während der Zeichnungsfrist ab und endet kurz vor Bekanntgabe des Emissionspreises. Im Anschluss an die "Road Show" analysieren die Konsortialbanken zusammen mit dem Unternehmen die Begegnungen mit den institutionellen Investoren. Diese Analyse sowie die Größe der Zeichnungsnachfrage sind wichtige Kriterien für die Festlegung des Emissionspreises. Der Preis wird so gewählt, dass der höchstmögliche Umsatz zustande kommen kann.

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