Wichtige Teilnehmer sagten jedoch ab
Gipfel zu Friedenslösung für Westafrika in Nigeria begonnen

dpa ABUJA. Auf der Suche nach einer Friedenslösung für das Grenzdreieck zwischen den Konfliktländern Sierra Leone, Guinea und Liberia sind mehrere westafrikanische Staatschefs am Mittwoch in der nigerianischen Hauptstadt Abuja zusammengetroffen. Aus Protest über die Teilnahme des liberischen Staatschefs Charles Taylor blieben zwei der Hauptbeteiligten, die Präsidenten von Sierra Leone, Ahmed Tejan Kabbah, und Guinea, Lansana Conte, dem Gipfel jedoch fern. Beide Staaten beschuldigen Taylor, Rebellen zu unterstützen, die ihre Regierungen bekämpfen.

In dem Dreiländereck waren seit Dezember mehr als 200 000 Menschen zwischen den Fronten guineischer sowie sierra-leonischer Rebellen und der guineischen Regierungsarmee eingekesselt. Im Februar startete das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) die größte Evakuierungsaktion in Afrika, um die Bürgerkriegsflüchtlinge in sicherere Lager oder ihre Heimatländer zurückzuführen.

Im Bürgerkriegsland Sierra Leone, in dem die Rebellen der "Vereinigten Revolutionären Front" (RUF) seit 1991 gegen die gewählte Regierung Präsident Kabbahs kämpfen, hatten UN-Blauhelme in dieser Woche zum ersten Mal Zugang zu den von Guerillas beherrschten Diamantminen im Norden des Landes. Nach einem brüchigen Friedensvertrag von 1999 hatten die Konfliktparteien im vergangenen November ein neues Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Die im vergangenen Monat auf 17 500 Soldaten aufgestockte UN-Mission für Sierra Leone (UNAMSIL) ist der größte Blauhelmeinsatz weltweit.

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