Wichtige Voraussetzung für Kreditfreigabe
Türkei hat auf Druck des IWF Telekom-Vorstand geändert

dpa-afx ANKARA. Die Türkei hat auf Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Zusammensetzung des Vorstandes beim staatlichen Telekommunikationsunternehmen Türk Telekom AS geändert. Demnach ist unter anderem die Zahl der Vorstandsmitglieder von sieben auf neun erhöht worden, berichteten türkische Medien am Dienstag. Damit wird die an der Regierung beteiligte Partei der Nationalistische Bewegung (MHP) nicht mehr die Kontrolle über den Telekom-Vorstand haben. Der für Kommunikation zuständige Minister Eniz Öksüz (MHP) und der parteilose Wirtschaftsminister Kemal Dervis hatten wochenlang über die Zusammensetzung des Vorstandes gestritten.

Es war befürchtet worden, dass die Besetzung des Vorstandes mit Politikern statt mit Telekommunikationsexperten die Privatisierung des Staatsbetriebes erschweren könnte. Dervis und der IWF hatten sich gegen die parteipolitische Besetzung des Vorstandes ausgesprochen. Mit dieser Änderung hat Ankara nun eine wichtige Voraussetzung für die Freigabe eines weiteren IWF-Kredites erfüllt. Der IWF und die Weltbank haben der Türkei zur Überwindung der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise insgesamt 15,7 Mrd.. USD in Aussicht gestellt. Allerdings verlangt der IWF zahlreiche Reformen wie die Restrukturierung des Bankensystems und die Privatisierung zahlreicher Staatsbetriebe.



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