Wichtiger Auftrag geht offenbar nach Spanien
EADS-Betriebsrat dämpft Euphorie nach A380-Entscheidung

dpa MÜNCHEN/AUGSBURG. Die Euphorie bei den Beschäftigten des größten europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS über die Entscheidung zum Bau des neuen Super-Airbus A380 hat in den süddeutschen Werken einen Dämpfer erhalten. Helmuth Hohenstatter, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der EADS Deutschland GmbH (München), sagte, das Projekt bringe für den gesamten Konzern zwar erheblichen Aufwind. Dennoch hätten die Mitarbeiter in den süddeutschen Werken, die wie Augsburg schwerpunktmäßig für Airbus arbeiteten, für die Zukunft berechtigte Arbeitsplatzsorgen hinsichtlich der künftigen Aufgabenaufteilung. Von der EADS hieß es, es sei hinsichtlich der Fertigungsaufteilung noch nichts endgültig entschieden.

Laut Informationen des Betriebsrats soll der lukrative Auftrag zur Fertigung von Teilen des A380-Rumpfhecks, der so genannten Sektion 19, nach Spanien zum dortigen EADS-Anteilseigner gehen. Bislang sei das Augsburger EADS-Werk mit insgesamt 1 900 Beschäftigten vor allem auf Airbus-Heckteile für das europäische Flugzeugbaukonsortium spezialisiert, erklärte der dortige Betriebsratsvorsitzende Peter Schönfelder. Wandere diese Fertigung für den A380 nach Spanien, wie vorgesehen, so würden 200 neue Arbeitsplätze weniger entstehen, als sich die Beschäftigten erhofft hätten. Der Betriebsratsvorsitzende räumte aber ein, dass durch den Auftragsboom für die bestehenden Airbus-Modelle in Augsburg in diesem Jahr deutlich mehr Stellen geschaffen werden. Nach seinen Worten liegt die Zahl der Neueinstellungen bei mehr als 100.

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