Wichtiger Dienstleister für Investor Relations
Die DGAP hat sich als Marktführer für Ad-hoc-Publizität fest etabliert

Das 4. Finanzmarkt- Förderungsgesetz, das am 1. Juli in Kraft getreten ist, bringt wichtige Neuregelungen zur Stärkung des Kapitalmarktes und des Anlegerschutzes, die zugleich neue Aufgaben und Herausforderungen für die IR-Arbeit sind.

HB FRANKFURT. Zum Beispiel die Directors Dealings. Organmitglieder (Vorstände und Aufsichtsräte) börsennotierter Unternehmen sowie deren Lebenspartner und Verwandte ersten Grades müssen Kauf und Verkauf von Wertpapieren des eigenen Unternehmens unverzüglich dem Emittenten und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) melden. Dies gilt für Geschäfte (Kauf und/oder Verkauf), deren Wert 25 000 binnen 30 Kalendertagen übersteigt.

Die Firmen müssen diese Mitteilungen veröffentlichen und der BAFin den Vollzug mitteilen. Bisher waren nur die Emittenten des Neuen Marktes verpflichtet, die Directors Dealings binnen drei Tagen an die Deutsche Börse zu melden, die diese auf ihren Internetseiten veröffentlichte. Seit Jahresmitte sind alle Emittenten in den Segmenten Amtlicher Markt, Geregelter Markt sowie Neuer Markt von der "unverzüglichen" Veröffentlichungspflicht betroffen.

Eine Analyse der Geschäfte der ersten drei Monate hat ergeben, dass die durchschnittliche Verzögerung vom Abschluss bis zur Veröffentlichung von drei auf acht Tage gewachsen ist. Teilweise wurde eine Verzögerung von über 14 Tagen festgestellt. IR kann und sollte hier durch Änderungen der Abläufe über die gesetzlichen Vorgaben hinaus die Anleger möglichst zeitnah informieren.

Hierfür bietet die Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität (DGAP) einen neuen internetbasierten Service an: "Directors-Dealings". Die Directors-Dealings unterstützen den gesamten Prozess der gesetzlichen Anforderungen für die Meldepflicht nach §15a Wertpapierhandelsgesetz und sind ohne zusätzliche Hard- und Software standortunabhängig zugänglich. Die Nutzung von "www.directors-dealings.de" zur Erfassung der Geschäfte und mitsamt ihrer Weiterleitung an die BAFin sowie an das Unternehmen ist kostenfrei.

Für DGAP-Kunden werden die Meldungen automatisch in die für die Ad-hoc-Meldungen bekannte Applikation zur Freigabe durch den Emittenten übernommen. Nach elektronisch erteilter Freigabe erfolgt die Veröffentlichung der Geschäfte auf der Homepage des Emittenten über einen einmal zu setzenden Link. Durch die Nachrichten- Agenturen wird der Finanzmarkt informiert. Für diese Dienstleistung berechnet die DGAP ihren Kunden 60 pro Meldung.

Seit dem 1. Juli wickelt die DGAP eine stetig wachsende Zahl von Directors-Dealings-Meldungen ab. Dabei beträgt die durchschnittliche Zeitspanne zwischen Abschluss der Geschäfte und der Veröffentlichung der elektronischen Meldungen drei Tage. Anleger sind also auf diesem Weg durchschnittlich fünf Tage früher informiert. Außerdem erfolgt die Veröffentlichung außer auf den Internetseiten der Emittenten auch über die namhaften Nachrichten- Agenturen.

Die DGAP hat sich seit 1996 mit über 26 000 abgewickelten Ad-hoc- Meldungen als Schnittstelle zwischen den IR-Abteilungen der Unternehmen und den Anlegern am Finanzmarkt etabliert. Sie betreut 1 000 börsennotierte Firmen im In- und Ausland und ist dabei Dienstleister auch im österreichischen und Schweizer Finanzmarkt. In Deutschland wickelt die DGAP als Marktführer derzeit 94 Prozent aller Ad-hoc-Meldungen ab. Neben der Verbreitung von Ad-hoc-Meldungen bietet die DGAP seit Mai 2001 einen zweiten Vertriebskanalfür relevante Unternehmensinformationen an, die nicht ad-hoc-mitteilungspflichtig sind: "Corporate-News".

Seit Inkrafttreten des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes am 1. Januar 2002 gelten neue Meldepflichten. Ein Bieter muss bereits die Entscheidung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren einer Zielgesellschaft bzw. zur Abgabe eines Übernahmeangebotes publizieren. Diese Meldungen können über einen neuen Service der DPAG ebenfalls veröffentlicht werden.

Reinhold Röhrig ist Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität (DGAP) in Frankfurt.

Quelle: Handelsblatt

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