Wichtiger Handelspartner
Wirtschaft verlangt „fairen Umgang“ mit China

Noch immer steht China wegen seiner Menschenrechtspolitik und Einschränkungen der Pressefreiheit in der Kritik. Doch die deutsche Wirtschaft hat kurz vor der Eröffnung der Olympischen Spiele einen fairen Umgang mit Gastgeber China angemahnt. Nur so könne man den gesellschaftlichen Fortschritt Chinas fördern.

HB BERLIN. "Gerade Deutschland genießt in China großen Respekt und hohes Ansehen. Diese Anerkennung sollten wir auch gegenüber den Chinesen an den Tag legen und die Leistungen bei der Vorbereitung der Olympischen Spiele würdigen", erklärte der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (APA), Jürgen Hambrecht, am Montag in Berlin. Der APA ist das Sprachrohr der deutschen Asienwirtschaft gegenüber der Politik in Deutschland und den asiatischen Partnerländern. Getragen wird der Asien-Pazifik-Ausschuss unter anderem von BDI, DIHK und Bankenverband.

"Nur durch einen fairen und vertrauensvollen Umgang mit unseren chinesischen Partnern unterstützen wir den gesellschaftlichen Fortschritt in China", sagte Hambrecht, der auch Chef des Chemieriesen BASF ist. Die Olympischen Spiele stellten die Volksrepublik vor große innen- und sicherheitspolitische Herausforderungen. "Über den Umgang damit lässt sich sicher streiten. Wir sollten China aber nicht die Chance nehmen, sich der Welt als offener Gastgeber zu zeigen." Er habe China als "modernes und immer weltoffeneres Land" kennen- und schätzen gelernt. Er reise daher selbstverständlich zur Eröffnungsveranstaltung.

Die Bedeutung von China für den deutschen Außenhandel nimmt seit Jahren stark zu. So werden dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zufolge 2009 mehr als ein Drittel aller Ausfuhren in Richtung Asien nach China gehen. Auch als Lieferant ist das Land auf dem Weg an die Spitze. 2009 wird China mit Ausfuhren von rund 70 Milliarden Euro erstmals auf den zweiten Platz der wichtigsten Importländer Deutschlands aufrücken.

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