Wichtigster Vertriebsweg
TUI will Netz von Reisebüros deutlich ausbauen

Europas größter Reiseveranstalter TUI wird sein Netz von Reisebüros in Deutschland kräftig ausbauen. "In drei Jahren wollen wir 2000 Reisebüros an uns gebunden haben", sagte der für den Eigenvertrieb zuständige TUI-Geschäftsführer, Dieter Zümpel, in einem dpa-Gespräch.

dpa HANNOVER. Dazu werde das Franchise-System deutlich ausgeweitet. "Wir beginnen außerdem wieder Reisebüros zu kaufen. Sie sind in den vergangenen Monaten nicht teurer geworden."

Damit gehörte nahezu jedes fünfte Reisebüro direkt zur TUI oder wäre vertraglich zur Zusammenarbeit verpflichtet. Derzeit verfügt das Unternehmen über ein Netz von rund 1350 Reisebüros, die unterschiedlich eng an den Reiseveranstalter gebunden sind. Zur TUI gehören die Reisebürokette First, die Hapag Lloyd Reisebüros sowie verschiedene Franchise-Modelle, die unter den Marken TUI Reisecenter, First Reisebüro und TUI Travel-Star auftreten.

"Auch künftig wird das Reisebüro mit einem Anteil von 70 und mehr Prozent der wichtigste Vertriebsweg sein", sagte Zümpel. "Gerade in schwierigen Marktsituationen wie zur Zeit lässt sich das Geschäft über ein Reisebüro deutlich besser steuern." Gleichzeitig sei ein Veranstalter mit einem starken Eigenvertrieb "nicht so einfach erpressbar von großen Vertriebsorganisationen".

Die neuen Vertriebswege wie Internet oder Reisefernsehen gewinnen nach Zümpels Worten weiterhin an Bedeutung. Es gebe gute Zuwächse, sagte er, nannte aber keine konkreten Zahlen. Wenn sich weitere neue Kanäle zu den Kunden auftun, werde sich TUI dort engagieren. "Wir müssen als Marktführer dort präsent sein. Gleichzeitig werden die Kunden immer unterschiedlicher. Die einen holen sich die Informationen im Internet und buchen im Reisebüro. Andere sehen die Reise im Fernsehen und buchen über das Internet. Dem müssen wir Rechnung tragen. Wir wollen unserem Kunden 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche das Buchen ermöglichen", sagte Zümpel.

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