Widerspenstige Erdbeere
Merkel verschluckt sich an Rot-Grün

Eine symbolische Erdbeere wurde Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag zum Verhängnis: Der erste Biss in die Frucht verursachte bei der CDU-Chefin leichtes Husten.

dpa FRANKFURT/MAIN. Nach ihrer Rede, als der Beifall sieben Minuten lang anhielt, biss Angela Merkel gern symbolisch in die Erdbeere. Hessens Ministerpräsident Roland Koch hatte der CDU-Chefin die Frucht zu Beginn des Wahlparteitags in Frankfurt/Main gleich körbeweise in Anspielung auf den Wahlkampf überreicht. "Der Vorteil ist, das bisschen Grünzeug kann man rausreißen und beim Rest dafür sorgen, dass Rotes weniger wird mit viel Genuss", bemerkte Koch süffisant.

Als Merkel freilich von der ersten Erdbeere abbiss, hatte sie Schluckbeschwerden. Das Rote verursachte einen leichten Husten. Der Jubel für die CDU-Chefin war stark. In ihrer 65-minütigen Rede hatte Merkel den Gegner attackiert ("Die Koalition ist verbraucht") und in den eigenen Reihen Siegeszuversicht verbreitet. "Es ist Zeit für Taten! Es ist Zeit für die Union! Es ist Zeit für den Wechsel!", rief sie den Mitgliedern in der schwül-heißen Frankfurter Festhalle zu. Und abweichend vom Manuskript - ganz im Zeichen unverbrüchlicher Geschlossenheit mit der bayerischen Schwesterpartei: "Es ist Zeit für einen Bundeskanzler Edmund Stoiber!"

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