Widerstand bei 0,88 US-Cent
Chartkommentar: Gute Chancen für den Euro

Der Euro ist aus dem Abwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen, nachdem er zuvor ein Doppel-Tief ausgebildet hatte. Damit bestehen Chancen für eine weitere Aufwärtsbewegung.

DARMSTADT. Allerdings müsste zuvor die recht massive Widerstandslinie bei 0,88 $ überwunden werden. Der nächste Widerstand liegt dann bei 0,91 $.

Der Euro bewegte sich mustergültig in charttechnischen Abwärtstrendkanälen. Solche Kanäle gab es von Oktober 1999 bis April/Mai 2000, von Juni/Juli bis Oktober und zuletzt vom Januar 2001 bis Juni dieses Jahres. Im Mai vorigen Jahres bildete der Euro ein Doppel-Tief (Doppel-Bottom) aus. Anschließend erfolgte ein kurzer aber recht heftiger Anstieg. Im Herbst war eine untere Schulter-Kopf-Schulter-Formation zu erkennen.

Ein Doppel-Tief im April wurde allerdings nicht vollendet, da die Nackenlinie bei 0,91 $ nicht nach oben durchbrochen wurde. Nachdem dieser Ausbruch nicht erfolgte, bildete sich ein neuer Abwärtstrend und ein doppeltes Tief. Der Abwärtstrend ist anschließend nach oben durchbrochen worden. Wie in den davor liegenden unteren Umkehrformationen erfolgte ein rascher Anstieg. Dieses Mal ist die Nackenlinie erfolgreich nach oben durchbrochen worden - allerdings noch nicht signifikant.

US-Unternehmen wollen schwächeren Dollar

Bei 0,88 $ verläuft eine recht massive Widerstandslinie. Diese lässt sich aus den beiden Tiefpunkten im Mai 2000 herleiten. Sie diente bereits als Widerstandslinie im November vorigen Jahres. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Widerstandslinie nicht im ersten Anlauf nach oben durchbrochen wird. Sollte nach einer kurzen technischen Reaktion diese Widerstandslinie überwunden werden, so verläuft die nächste, ebenfalls recht massive, bei 0,91 $.

Es ist denkbar, dass ein weiterer Anstieg des Euros erfolgt. Das extrem hohe Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten spricht für eine weitere Stärke des Euros, die indirekt auch von den amerikanischen Industrieverbänden gefördert wird. Sie verlangen angesichts der schwachen US-Konjunktur einen schwächeren Dollar, um die Exporte zu verbilligen und die Importe zu verteuern. Ein steigender Euro könnte Kapital anziehen, was zu einem selbst verstärkenden Anstieg führen dürfte.

Allerdings ist damit zu rechnen, dass beim Euro zum Jahresende noch einmal ein Rückschlag erfolgt. Dann dürften einige Nachzügler Restbestände in Dollar, Schweizer Franken und andere Währungen tauschen.

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