Widerstand bei 8 800 Punkten
Tokioter Börse schließt auf Dreiwochenhoch

Nach den kräftigen Kursgewinnen an der Wall Street vom Freitag hat der Aktienmarkt in Tokio am Montag ebenfalls zugelegt und auf dem höchsten Stand seit drei Wochen geschlossen. Vor allem große Technologiewerte hätten die positiven Vorgaben aufgenommen und zum Teil kräftig zugelegt, erklärten Händler.

rtr TOKIO. Allerdings seien die Gewinne durch Befürchtungen, die Banken könnten ihre Beteiligungen abbauen, limitiert worden. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging um 0,80 % oder 69,97 Zähler höher auf 8 771,89 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index zog um 0,43 % beziehungsweise 3,65 Zähler auf 861,70 Punkte an.

Bei 8 800 stosse der Nikkei auf einen starken Widerstand, da um dieses Niveau Banken und Versicherungen durch den verstärkten Abbau ihrer Positionen ihre Marktrisiken begrenzen wollten. Händlern zufolge führten Advantest, Hitachi und andere führende Technologie-Titel den Aufschwung an.

Aber auch Oji Paper oder die Aktien des Stahlkonzerns JFE Holdings legten deutlich zu. JFE hätten von einem Bericht der Wirtschaftstageszeitung "Nikkan Kogyo" profitiert, wonach Japans Stahlkonzerne aufgrund der starken Nachfrage aus den Bereichen Schiffbau und Bau aus China und Korea um fünf bis zehn Prozent höhere Preise durchzusetzen suchten.

Die Aktien der zweitgrößten japanischen Bankengruppe Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) sackten deutlich ab. SMFG teilte mit, es sollen für ausländische Investoren Vorzugsaktien im Wert von 300 Mrd. Yen emittiert werden. Händler sagten, unter den ausländischen Investoren könnten auch Hedgefunds sein, die die Vorzugsaktien kaufen und dagegen die normalen Aktien verkaufen würden. "Das ist das, was die Hedgefunds in einem solchen Fall immer machen", sagte ein Experte. Zudem dürften mit der Aktienemission verbundene steigende Dividenzahlungen die Finanzlage der Bank stärker belasten. SMFG fielen über sieben Prozent. Die Aktien von Mizuho Holdings, Japans grösster Bank und von UFJ Holdings, der Nummer vier, legten dagegen zu.

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