Widerstand gegen Discounter
Edeka läutet Preiskampf ein

Die Lebensmittelkette Edeka will sich mit einer aggressiveren Preispolitik gegen die günstigere Discountkonkurrenz behaupten.

Reuters HANNOVER. Die erfolgreiche Entwicklung 2001 mit einem Umsatzplus von acht Prozent auf 3,8 Milliarden Euro könne in diesem Jahr kein Maßstab sein, sagte Alfons Frenk, Vorstandssprecher des stärksten Regionalverbandes Minden-Hannover.

Die Lebensmittelbranche habe im ersten Quartal wie der gesamte Einzelhandel massive Umsatzeinbrüche verzeichnet. Die Währungsumstellung auf den Euro habe viele Verbraucher verunsichert. Profitiert hätten lediglich die Discountmärkte mit ihren Billigangeboten.

Mit einer Billigpreis-Eigenmarke, mit den discount-orientierten NP-Märkten und zwei Preissenkungsrunden in den Edeka-Märkten will Frenk verloren gegangene Kunden zurückgewinnen. Dennoch erwartet Frenk in diesem Jahr für den größten Edeka-Regionalverband lediglich eine Stabilisierung des Umsatzes und des Ergebnisses auf dem guten Vorjahresniveau.

Weitere Kostenvorteile und Synergien erhofft sich Edeka Minden-Hannover aus dem für 2003 geplanten Zusammenschluss mit den kleineren Regionalhandelsgesellschaften Edeka Nordwest und Berlin-Brandenburg. Das Umsatzvolumen stiege damit auf fünf Milliarden Euro und damit einem Viertel des Edeka - Gesamtumsatzes.

Edeka Minden-Hannover ist nach den Worten Frenks im ersten Quartal mit einem Umsatzrückgang um 0,8 Prozent glimpflich davon gekommen und habe sich damit wie im Vorjahr besser als der Markt entwickelt. Der Geschäftsbereich des Regionalverbandes erstreckt sich über fünf Bundesländer. Mit einem operativen Ergebnis von knapp 80 Millionen Euro habe Edeka Minden-Hannover eine Umsatzrendite von 2,1 Prozent erzielt. Der Reingewinn stieg um zehn Prozent auf 29 Millionen Euro.

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