Widerstand gegen Pläne von Rot-Grün
Oppenheim gegen neue Mittelstandsbank

Die rot-grüne Bundesregierung will eine neue Bank gründen, um die Finanzierung des Mittelstandes zu erleichtern. Doch der einflussreiche Privatbankier Alfred Freiherr von Oppenheim hält die Bank für überflüssig.

HB KÖLN. Der Aufsichtsratschef der Privatbank Sal. Oppenheim, Alfred Freiherr von Oppenheim, hat Plänen der rot-grünen Bundesregierung zur Gründung einer Mittelstandsbank eine klare Absage erteilt. Er halte von solch einem Vorhaben überhaupt nichts, sagte Oppenheim in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe diese Pläne "wohl als Versuchsballon in die Luft steigen lassen". Es gebe doch genug Mittelstandsbanken, erläuterte Oppenheim. "Die haben schon zig Programme und geben sich alle Mühe, dem Mittelstand zu helfen", sagte er.

Zugleich forderte Oppenheim den Mittelstand auf, sich auf die neue Situation am Kapitalmarkt einzustellen, in der die Banken mit der Kreditvergabe vorsichtiger geworden seien. Die Mittelständler müssten ihre Lage offen mit ihrer Bank besprechen. Und dann müsse gemeinsam ein längerfristiges Programm entwickelt werden, um Kapital aufzunehmen oder eine Private-Equity-Gesellschaft zu beteiligen.

"Nach meiner Erfahrung konzentrieren sich viele Mittelständler nur auf ihr Produkt und ihre Kunden und vernachlässigen Bilanz-struktur und andere betriebswirtschaftliche Dinge", erläuterte Oppenheim. Von der Politik forderte er, die übermäßige Steuerlast des Mittelstandes zu senken.

Quelle: Handelsblatt

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