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Wie der Präsident gewählt wird

In Frankreich wird der Präsident seit 1965 direkt vom Volk gewählt, in diesem Jahr erstmals für fünf statt wie bisher sieben Jahre.

dpa PARIS. Per Volksabstimmung wurde das Mandat 2000 verkürzt, um die Legislaturperioden von Parlament und Präsident anzugleichen. Eine Folge könnte sein, dass es künftig weniger oft zur Kohabitation - ein Präsident und ein Premierminister aus gegnerischen Lagern - kommt.

16 Kandidaten bewerben sich um das Amt im Elysée-Palast, so viele wie nie zuvor. Um antreten zu können, benötigten sie die Unterschrift von mindestens 500 Bürgermeistern oder Abgeordneten, den so genannten "Wahlpaten". Vertreten ist die gesamten Breite des politischen Spektrums von der Trotzkistin Arlette Laguiller bis zu den beiden zerstrittenen Rechtsradikalen Jean-Marie Le Pen und Bruno Mégret.

Die Wahl findet am 21. April statt. Wird die absolute Mehrheit von einem Kandidaten nicht erreicht, folgt ein zweiter Wahlgang am 5. Mai. In einer Stichwahl stehen sich dann die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen gegenüber. Für den Sieg reicht die einfache Mehrheit. Der gewählte Staatschef vertritt nicht nur eine bestimmte politische Richtung, sondern erhebt den Anspruch, "Präsident aller Franzosen" zu sein.

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