Wie der VfB Stuttgart heute gegen die Glasgow Rangers ins Achtelfinale der Champions League einziehen kann
Mit der richtigen Balance zum Erfolg

Erfolgreicher Fußball ist die richtige Balance aus Talent, Psychologie und Geschäft. Über das Selbstbewusstsein einer Mannschaft in einem wichtigen Spiel entscheiden deshalb nicht nur die sportlichen Fähigkeiten der Akteure, sondern auch Dinge, die wenig mit Sport zu tun haben.

STUTTGART. Zuletzt musste das die Mannschaft des VfB Stuttgart lernen, die nach guten Leistungen und darauf folgenden öffentlichen Lobpreisungen auseinander zu brechen drohte. Vor dem Gruppenspiel in der Champions League gegen die Glasgow Rangers am heutigen Mittwoch (20.45 Uhr, live bei Sat 1 und Premiere) trachtete die Konkurrenz aus dem In- und Ausland mit erheblichem finanziellen Einsatz nach dem Personal des Vereins. Erst kurz vor dem Spiel konnte der Architekt des Talentgebildes, Felix Magath, erleichtert durchatmen. "Das Gerede vom Ausverkauf konnte gestoppt werden", sagte der Trainer am Dienstag. Doch die Pause für ihn und sein Team könnte von kurzer Dauer sein. Vor allem, wenn die Stuttgarter Talente aus der Champions League ausscheiden sollten.

Als Andreas Hinkel am Wochenende mit seiner Vertragsverlängerung bis 2007 ein Bekenntnis der Treue zum Verein ablegte, wirkte das wie ein Wunder. Vor Jahren noch zitterten sie in Stuttgart, wenn etwa die Bayern aus München mit Geld klimperten und Stürmer Elber wegkauften. Jetzt bleibt mit Hinkel einer, den der AC Mailand und Schalke 04 wollten und der selbstlos gestand: "Ich verzichte auf viel Geld, weil ich hier eine sportliche Perspektive sehe." Felix Magath ist durchaus bewusst, dass mit Hinkels Bekenntnis die Chancen gestiegen sind, dass der VfB heute ein Unentschieden gegen Glasgow schafft und damit vorzeitig ins Achtelfinale der Champions League einzieht. Mit pathetischen öffentlichen Worten dankte er seinem Spieler. Denn auch der Trainer weiß, dass zum Fußball viel Psychologie gehört.

Das Weiterkommen in Europa ist wichtig für den Zusammenhalt des schwäbischen Vereins. Bisher hat der Klub etwa 15 Millionen Euro aus den Gruppenspielen der Champions League eingenommen. Im Achtelfinale, das Ende Februar ausgetragen wird, kämen noch einmal 2,2 Millionen Euro dazu, die der mit rund 16 Millionen Euro verschuldete Klub gut brauchen kann, um seinen Jungstars neben Perspektive und Heimatliebe auch irdische Güter zu präsentieren.

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