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Wie gewonnen, so zeronnen

Am Mittwoch bekamen die New Yorker Börsen wieder einen herben Dämpfer. Dass die Rally am nicht ewig hält, hatten viele Marktbeobachter schon vermutet.

Und so war es auch: Zur Wochenmitte kam das böse Erwachen. Nach drei Tagen durchgehender Rally verlor der Dow Jones Index wieder 168 Punkte. Den Nasdaq Index traf es mit einem Verlust von mehr als sechs Prozent noch ärger. Die Technologiebörse ist gegen schlechte Nachrichten offensichtlich doch noch nicht gefeit. Eine Reihe von Gewinnwarnunge sorgten im High-Tech-Bereich für schlechte Stimmung.

Den größten Schlag verschaffte Nortel den Börsenmärkten zur Wochenmitte. Das Glasfaserunternehmen warnte, dass es seine Prognosen für das vierte Quartal nicht einhalten kann. Zudem wird das Unternehmen noch mehr Arbeitsplätze abbauen. Das Unternehmen verlor 16 Prozent an Marktwert. Zudem brachte es im Dominoeffekt seine Konkurrenten Cisco, Ciena und Sycamore Networks zu Fall. JDS Uniphase, Corning, Juniper Networks und Alcatel mussten Verluste von über zehn Prozent hinnehmen.

Einen schlechteren Börsenstart konnte sich Lucent für sein Spin-Off Agere nicht aussuchen. Die Aktien von Agere gewannen am Tag ihres Börsengang lediglich ein Prozent dazu. Der Kommunikationschip-Bereich von Lucent wurde für sechs Dollar pro Aktie an die Börse gebracht. Noch im vergangenen Jahr war es bei einem Börsengang unüblich, weniger als 100 Prozent dazu gewonnen zu haben. Mutterunternehmen Lucent verlor zwölf Prozent.

Doch auch der Markt der Taschencomputer erhielt am Mittwoch einen Dämpfer. Palm hatte am Dienstag einen schwachen Ausblick für das laufende Quartal und das Gesamtjahr abgeliefert. Zudem entlässt Palm noch mal 250 Mitarbeiter. Das Tochterunternehmen von 3Com verlor daraufhin fast die Hälfte seines Marktwertes. Konkurrent Handspring rutschte mit 32 Prozent in die Tiefe.

Obwohl der Wall Street normalerweise Entlassungen gefallen, tendierte am Mittwoch auch Disney schwächer. Das Medienkonglomerat hatte seine Mitarbeiter am Dienstag wissen lassen, dass 4.000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Doch Investoren gefällt es sicherlich nicht, dass Disney aufgrund der abkühlenden Wirtschaft und nachlassenden Werbekunden Arbeitsplätze einsparen muss.

Gewinnen konnten wenig Aktien: Merck, Schering, Budweiser und Hershey Foods gehörten zu den Werten, die gegen den Strom schwammen.

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