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Wie Lebensversicherungen als Sonderausgabe genutzt werden können

Der Sonderausgabenabzug ist in § 10 Einkommensteuergesetz (EStG) geregelt. Grundsätzlich können Singles/Ehepaare 6000/12000 DM als "Vorwegabzug" geltend machen. Dazu kommt ein "Grundhöchstbetrag" von 2610/5220 DM. Wird der Grundhöchstbetrag überschritten, dann können weitere Aufwendungen nur zur Hälfte abgezogen werden, und zwar bis maximal 1305/2610 DM. Für Selbstständige kommt so ein erklecklicher Betrag zusammen - maximal können jährlich 9915/19830 DM abgezogen werden, wenn nämlich 11220/22440 DM an abzugsfähigen Aufwendungen, z.B. Lebensversicherungsbeiträgen, vorhanden sind.

Es zählen allerdings auch andere Aufwendungen dazu, z.B. Beiträge Kranken-, Pflege-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen. Wer die Lebensversicherung genau auf den Sonderausgabenabzug zuschneiden möchte, muss also erst eine Bestandsaufnahme seiner sämtlichen Versicherungen machen - häufig schöpft schon die Krankenversicherung einen erheblichen Teil aus.

Für die meisten Arbeitnehmer funktioniert dieser Abzug ohnehin nicht. Denn zum einen schöpfen sie die Vorsorgebeiträge schon durch ihre Beíträge zu Sozialversicherungen aus - dies gilt allerdings nicht für Beamte. Zum anderen wird bei ihnen laut § 10 EStG der Vorwegabzug um 16 Prozent vom Bruttoeinkommen gekürzt (dies auch bei Beamten).

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