Wie sicher ein WLAN ist

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Wie sicher ein WLAN ist

Das größte Problem eines WLAN ist die Sicherheit der Daten. Viele bereits installierte drahtlose Netzwerke verwenden keine oder nur ungenügende Sicherheitssysteme. Dies ist aber nur teilweise ein Problem der vorhandenen Technik, sondern vielmehr ein Problem der Sicherheitseinstellungen. Eine Studie von Ernst & Young belegt, dass 52% der befragten Unternehmen nur unzureichende oder gar keine Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Die Bürotür verhindert nicht, dass ein WLAN auch außerhalb aufgefangen werden kann. Hier liegt die Schwachstelle des Funknetzwerkes. Ungewollte Dritte können sich in das Netz einhacken. Bestenfalls surfen sie nur auf Kosten der Netzbetreiber im Internet. Schlimmstenfalls werden Dritte ungewollt an geheime Daten aus dem internen Netz gelangen.

Die stark wachsende Anzahl an drahtlosen Funknetzwerken ist ein gefundenes Fressen für Hacker. "War driving" wird dieser neue Hacker-Sport genannt. Anleitungen, wie das eigene Auto auszurüsten ist, findet sich auf verschiedenen Hackerseiten. Im Auto sind eine Hochleistungsantenne und Laptop installiert, die dann die Umgegend nach drahtlosen Funknetzen absuchen. Wird ein ungeschütztes Netz gefunden, kann kostenlos im Internet gesurft werden.

In Berlin wurde am 22. und 23. Februar medienwirksam bewiesen, wie lax mit den Sicherheitseinstellungen umgegangen wird. Mehrere Wardriver fuhren durch Berlin und spürten WLAN-Netze auf. Dabei ergab sich, dass mehr als die Hälfte der gefundenen Hotspots gänzlich ungeschützt war und den Wardrivern eine kostenlose Einwahl ins Internet ermöglichten. Die notwendige Hardware mit der man WLAN-Netze anzapfen kann, ist für wenige Euro zu bekommen. Auf dem Gartner Symposium wird geraten, die Angestellten zu Sicherheitsvorkehrungen anzuhalten.

Gegenwärtig wird das Sicherheitsprotokoll WEP (Wired Equivalent Privacy) genutzt. Dieses hat sich als als ungenügend erwiesen. Die Sicherheitsproblematik ist der Ansporn für die Wi-Fi, bessere Standards zu verabschieden. Jedoch kann ein WLAN nur dann gut geschützt werden, wenn die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen befolgt werden. Schon mit geringem Aufwand kann ein WLAN erheblich sicherer gemacht werden. Nach Ansicht von Gartner können WLANs in Verbindung mit einem VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) vor unrechtmäßigem Zugriff abgesichert werden.

Neue Sicherheitsstandards

Die neue propagierte Sicherheitstechnik der Wi Association, -Fi der Wi-Fi Protected Access (WPA) setzt neue Maßstäbe. Dieser Sicherheitsstandard ist eine Zwischenlösung, bis die neue IEEE 802.11i-Spezifikation Ende nächsten Jahres verabschiedet wird. Der WPA löst die bisherige WEP-Technik ab und bietet eine verbesserte Übertragungsverschlüsselung. Diese neue Verschlüsselung soll ab Ende des Jahres in neuer Hardware eingebaut sein.

Weitere Sicherheitsmaßnahmen werden durch den neuen IEEE 802.11i-Standard eingeführt: Der Austausch der Zugangsschlüssel wird besser gesichert. Eine Integritäts-Kontrolle verhindert die Veränderung von Daten durch Dritte.Schließlich muss sich jeder neue Nutzer authentifizieren. Microsoft bietet bereits ein erstes Update für Windows XP an, das zusätzliche Sicherheit bringen soll.

Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Frost & Sullivan wird der Weltmarkt für Sicherheitsapplikationen im WLAN-Bereich einen "gewaltigen Umsatzsprung" machen. Für 2009 prognostiziert das Institut weltweite Umsätze in Höhe von 278,7 Mill. US-Dollar. IN dem Maße wie der Markt für WLAN-Technologie wachsen werde, soll ein entsprechend großer Markt für Sicherheitslösungen entstehen.

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