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Wieder Hoffnung auf Ende der Blockaden in Frankreich

Zu Beginn des fünften Tags der Benzinblockaden in Frankreich hat es neue Hoffnung auf ein Ende der Proteste gegeben.

ap PARIS. Nach mehrstündigen Gesprächen mit Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot in der Nacht zum Freitag sprach der Vorsitzende des Spediteursverbands FNTR, Rene Petit, von wichtigen Fortschritten. Nach Befragung der Basis wollte die FNTR am Vormittag mitteilen, ob sie die Blockaden von Treibstoffdepots und Raffinerien aufhebt.

Dagegen zeigte sich der Vorsitzende des Verbands UNOSTRA, Daniel Chevalier, zunächst weniger zuversichtlich. Er habe in den Gesprächen mit Gayssot Klärungen gegeben. Auch seine Organisation werde nun die Basis befragen. Die beiden Verbände hatten am Mittwoch Tagen ein Angebot der Regierung abgelehnt, das einen finanziellen Ausgleich für die hohen Treibstoffpreise in einer Größenordnung von 17 500 Franc (5 220 Mark/2 670 Euro) pro Lastwagen und Jahr vorsah. Ein dritter Verband hatte die Einigung unterschrieben.

Die Protestaktionen hatten sich am Donnerstag noch einmal ausgeweitet. Noch immer sind rund 100 Depots und Raffinerien blockiert, der Treibstoffmangel macht sich immer deutlicher bemerkbar. An vier von fünf Tankstellen gibt es kein oder nicht genügend Benzin. Am besten sieht die Lage noch im Großraum Paris aus. Neben den Transportunternehmern beteiligen sich vor allem auch Bauern an den Blockaden.

Landwirtschaftsminister Jean Glavany sagte in einem am Freitag veröffentlichten Interview, seine am Vortag von den Bauernverbänden abgelehnten Vorschläge orientierten sich am Gemeinwohl und nicht an Einzelinteressen. So habe die Regierung keine allgemeine Senkung der Steuer auf Mineralölprodukte zusagen können. Dennoch sei die Tür für weitere Gespräche mit den Verbänden stets geöffnet, betonte Glavany in den Zeitungen "France Soir" und "Le Parisien".

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