Wieder Kampfhund erschossen
Hessen setzt Hundeverordnung teilweise außer Kraft

dpa HAMBURG. Erneut hat die Polizei einen Kampfhund erschossen. Nach Angaben vom Montag hatte das ohne Maulkorb freilaufende Tier zuvor in Hamburg einen Passanten und zwei Hunde angegriffen. Das Tier, ein American Pitbull- oder American Staffordshire Terrier, war von der Halterin (25) in ihrem Jeep auf dem Parkplatz eines Supermarktes zurückgelassen worden. Der Hund nutzte offensichtlich eine Öffnung in der Plane des Geländewagens und gelangte ins Freie. Erst am Sonntag hatte ein Polizist in Frankfurt/Main einen Rottweiler nach einer Beißattacke erschossen.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel setzte am Montag die ohnehin schon entschärfte Kampfhunde-Verordnung des Landes Hessen teilweise außer Kraft. In einer am Montag veröffentlichten einstweiligen Anordnung hob das Gericht den Maulkorbzwang teilweise und den Sterilisierungszwang sowie die Kennzeichnungspflicht für Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier komplett auf. Der Eilentscheid (Az.: 11 NG 2500/00) gilt so lange, bis der VGH voraussichtlich im Frühjahr endgültig über die Kampfhundeverordnung entscheidet.

Nach Ansicht des Gerichts gibt es nicht genügend Gründe, die drei Arten strenger zu behandeln als die 13 Rassen, für die die Verordnung abgeschwächt wurde.

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