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Wieder mehr Ansehen für den Neuen Markt

Das Bundeswirtschaftsministerium will die Pläne für die Einführung eines Ehrenkodexes für Aktienanalysten rasch verwirklichen. Unverbindliche Bestimmungen reichten nicht aus, um die Unabhängigkeit der Analysten und seriöse Aktienprognosen zu gewährleisten, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos), Margareta Wolf (Grüne).

uhl HB BERLIN. Sie verwies auf die strengen gesetzlichen Vorschriften für die Analysten in den USA. "Der quasi gesetzesfreie Raum in Deutschland ist nicht gut für den Finanzplatz", meinte Wolf. Verbindliche Rahmensrichtlinien seien zudem ein wichtiger Beitrag, um das Ansehen des neuen Marktes wieder zu verbessern. Dies um so mehr, als der neue Neue Markt perspektivisch möglicherweise durchaus mit der Nasdaq fusionieren wolle.

Das Gutachten, das das Ministerium bei dem Erlangener Bankrechtler Wolfgang Gerke und beim Deutschen Aktieninstitut in Auftrag geben werde, dürfte bereits im Mai oder Juni vorliegen. Dann werde mit der Umsetzung der Vorschläge begonnen.

Die Arbeiten an dem Gutachten werde eine Arbeitsgruppe begleiten, kündigte die Staatssekretärin an. Dem Gremium würden Vertreter des Bundesfinanzministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums, der Aufsichtsämter für das Kreditwesen und den Wertpapierhandel, der Börsen, der Banken, der Aktionärs-Schutzvereinigungen und des Analysten-Berufsverbandes angehören. Banken und Analysten hatten in den letzten Wochen bereits "Problembewußtsein" und Kooperationsbereitschaft signalisiert. Auch innerhalb der Regierungskoalition wird das Vorhaben unterstützt, die Unabhängigkeit der Analysten zu stärken. Die FDP warnte dagegen vor weiteren Regulierungen.



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