Wieder Streit um Flatrate
Behörde will offenbar Web-Pauschale der Telekom prüfen

Die Flatrate ist eventuell zu hoch, heißt es in Kreisen, die der Regulierungsbehörde nahe stehen.

Reuters HAMBURG. Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) wird nach Informationen aus behördennahen Kreisen voraussichtlich die von der Deutschen Telekom angebotene Großhandelspauschale für Internet-Zugangsanbieter offiziell überprüfen. Die RegTP untersuche derzeit, ob die angebotene Flatrate "eventuell zu hoch" sei und ob deshalb ein offizielles Verfahren eingeleitet werden müsse, hieß es am Montag in den Kreisen. "Es wird wahrscheinlich dazu kommen." Die Telekom bekräftigte ihren Standpunkt, dass die freiwillig angebotene Flatrate eine Vielzahl von unternehmerischen Möglichkeiten eröffne.

Die Telekom hatte im Frühjahr im Eilverfahren eine Anordnung der RegTP gestoppt, wonach sie eine Flatrate hätte anbieten müssen. Den von der Telekom stattdessen freiwillig angebotenen Pauschaltarif lehnen Zugangsanbieter wie AOL als zu hoch ab.

Nach Ansicht vor allem des weltweit größten, aber in Deutschland hinter der Telekom-Tochter T-Online liegenden Internet-Service-Providers (ISP) AOL können ISPs nur mit einer günstigeren Großhandelsflatrate der Telekom ihren eigenen Kunden einen Pauschaltarif für das unbegrenzte Surfen im Internet anbieten, ohne dabei Verluste zu machen.

"Die von uns angebotene Großhandelsflatrate eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, interessante Angebote für die Verbraucher zu schnüren", sagte dagegen ein Telekom-Sprecher. "Die von AOL angestellte Rechnung, dass ein Flatrate-Anschluss dem Angebot zufolge 160 Mark kostet, ist falsch." Schließlich sei es üblich, dass sich mehrere Nutzer die angebotene Bandbreite teilten.

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