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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand

Wer schuldlos eine Frist beim Finanzamt versäumt, kann Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragen, wenn er gute Gründe für sein Versäumnis hatte.

Der Antrag muss zusammen mit der fehlenden Steuererklärung innerhalb eines Monats nach Wegfall der Hinderungsgründe gestellt werden. Wer mehr als ein Jahr nach Fristende reagiert, hat keine Chance mehr auf Wiedereinsetzung.

Das sind gute Gründe, die das Finanzamt akzeptiert:

>>Vorübergehende Abwesenheit von zu Hause (maximal sechs Wochen).

>>Plötzliche und unerwartete Krankheit zum Beispiel nach einem Unfall.

>> Arbeitsüberlastung lässt das Finanzamt nicht als guten Grund gelten. Wenn Sie weder krank noch sonst wie abwesend waren, können Sie nur noch auf eine Verfügung der Oberfinanzdirektion Frankfurt verweisen (OFD Frankfurt vom 5.4.2000, S 2270 A - 11- St II 25). Darin heißt es am Schluss: "Bei Versäumung der Antragsfrist ist §110 AO (Wiedereinsetzung in den vorigen Stand) anzuwenden. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kann nur gewährt werden, wenn der Steuerpflichtige ohne Verschulden verhindert war, eine gesetzliche Frist einzuhalten. Verhindert kann danach auch sein, wer sich im unverschuldeten Rechtsirrtum über verfahrensrechtliche Voraussetzungen befand."

>> Machen Sie dem Finanzamt klar, dass sie nichts von der zweijährigen Frist für die Antragsveranlagung wussten, und begründen Sie gleichzeitig, warum dieser Rechtsirrtum entschuldbar ist. Wussten Sie nichts von der Frist, weil Sie in den Vorjahren stets verpflichtet waren, eine Steuererklärung abzugeben? Haben Sie die Frist noch nicht bemerkt, weil Sie Ihre Steuererklärung sonst immer pünktlich abgegeben haben?

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