Wienerberger plant profitables Wachstum

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Wienerberger plant profitables Wachstum

Die Wienerberger AG will im laufenden Geschäftsjahr an die sehr guten Ergebnisse des Unternehmens bis 2000 wieder anschließen.

rtr WIEN. Dies bekräftigte Wienerberger-Chef Wolfgang Reithofer am Freitag nach Vorlage der vorläufigen Zahlen für 2001 gegenüber Reuters. "2001 war ein schlechtes Jahr. Wir sehen aber für 2002 eine Rückkehr zur Ertragsstärke der Vorjahre. Heuer werden wir noch nicht ganz an das Rekord-EBIT aus 2000 anschließen können, 2003 dann sicher schon".

Am Freitag präsentierte Wienerberger ein Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) vor Optimierungsmaßnahmen von 65,1 (147,3) Mill. ? bei einem Gesamtumsatz von 1547,6 (1514,2) Mill. ?. Die Vergleichszahl aus dem Jahr 2000 ist bereits auf die devestierte Struktur der Wienerberger AG heute - ohne Treibacher AG - zurück gerechnet. Die Optimierungsmaßnahmen Wienerbergers hätten sich jedoch mit 91,4 Mill. ? belastend ausgewirkt - wodurch das EBIT mit minus 26,3 (plus 254,3) Mill. ? negativ ausgefallen sei.

"Wir planen für das laufende Jahr profitables Wachstum mit Akquisitionen und Investitionen", sagte Reithofer. Zur möglichen Ausdehnung des Konzerns sagte er: "Regional sind wir schon überall dort, wo wir sein wollen". Die Übernahme einzelner Werke sei nicht ausgeschlossen.

Das vergangene Jahr beendete Wienerberger mit einem Schnitt quer durch die Konzernstruktur und den damit verbundenen einmaligen Restrukturierungskosten von insgesamt 91,4 Mill. ?. "Ich gehe davon aus, dass es das war", sagte Reithofer. Die Optimierung des Konzerns werde allerdings in allen Bereichen weitergeführt. Daraus könnten sich auch Verschiebungen bei den Standorten ergeben, "wenn ein Werk besser ist als das andere", so Reithofer. "Die Kapazität, die wir jetzt haben, wollen wir aber auch weiterhin betreiben. Sicher kann es im Rahmen des fine-tuning zu kurzfristigen Produktionspausen kommen. Auch wird das Optimierungsprogramm fortgesetzt, was einen Standort gegenüber einem anderen begünstigen kann."

Zuversichtlich zeigte sich Reithofer im Gespräch auch mit der Preissituation, insbesondere im für das Ergebnis wichtigen Geschäft in Deutschland. "Die Ziegelpreise in Deutschland sind schon in den vergangenen Monaten leicht angezogen. Für 1. März haben wir dort eine Preiserhöhung angekündigt. Diese wird in Prozenten zweistellig ausfallen." Mehr als 90 % des EBIT erwirtschaftete Wienerberger 2001 im Bereich Ziegel.

Die Konjunktur sei für den Konzern weiter zu spüren. In Polen habe sich die Gesamtwirtschaft schwach entwickelt, was auch die Bauwirtschaft zu spüren bekam. Ähnliches habe für die USA gegolten. Dort sei aber auch schon wieder ein Aufwärtstrend in der Konjunktur in Sicht, so Wienerberger.

Die Wienerberger-Aktie eröffnete am Freitag in Wien gegen den Markttrend schwächer und notierte gegen 1000 MEZ bei 17,50 (17,85). Seit Jahresbeginn hat der Titel damit 11,1 % an Wert gewonnen. 2001 verlor die Aktie 7,6 %.

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