Wiesbadener wollen im Gesamtjahr den Umsatz um 8 % auf über 9 Mrd. € steigern
Linde bekräftigt nach Ergebnisplus Ausblick für 2001

Der Industriegasehersteller und Anlagenbauer Linde AG hat im ersten Halbjahr 2001 Umsatz und Ergebnis gesteigert und kommt nach eigenen Angaben mit der Integration des schwedischen Gaseherstellers AGA weiter gut voran.

Reuters WIESBADEN. Der Vorsteuergewinn (Ebt) sei binnen Jahresfrist um 2,8 % auf 182 Mill. ? gestiegen, teilte Linde am Donnerstag mit. "Wir liegen mit der Integration der schwedischen AGA im Plan", sagte ein Linde-Sprecher zu den Halbjahreszahlen. Linde sei trotz Konjunkturschwäche weiter auf Erfolgskurs. Für 2001 bekräftigte das Wiesbadener Unternehmen frühere Prognosen, den Umsatz um acht Prozent auf über neun Mrd. ? zu steigern und ein prozentual noch stärkeres Wachstum des operativen Ergebnisses zu erzielen.

Die Linde-Aktie legte nach der Vorlage der Zahlen im frühen Geschäft um 1,91 % auf 47,53 ? zu.

Der Umsatz habe um 6,7 % auf 4,151 Mrd. ? zugenommen, teilte Linde weiter mit. Im ersten Quartal 2001 hatte Linde nach eigenen Angaben einen Vorsteuergewinn (Ebt) von 48 Mill. ? und einen Umsatz von 1,959 Mrd. ? ausgewiesen. Daraus errechnet sich für das zweite Quartal 2001 ein Ebt von 134 Mill. ? und ein Umsatz von 2,192 Mrd. ?. Finanzexperten hatten im Vorfeld mit einem Ebt zwischen 115 und 198 Mill. ? sowie mit Umsätzen zwischen 2,046 und 2,290 Mrd. ? gerechnet.

Das operative Ergebnis (Ebita) habe sich im Halbjahr um 9,2 % auf 334 Mill. ? und damit stärker verbessert als der Umsatz. Im größten Linde-Arbeitsgebiet technische Gase legte nach Unternehmensangaben das operative Ergebnis um 15,4 % auf 284 Mill. ? zu. Linde hatte 1999 den schwedischen Gasehersteller AGA übernommen und war damit nach der französischen Air Liquide, der britischen BOC und dem US-Konzern Praxair zum weltweit viertgrößten Hersteller von Industriegasen aufgestiegen. In diesem Zusammenhang bekräftigte der Linde-Sprecher frühere Aussagen, bis zum Jahresende 2001 Synergieeffekte von 50 Mill. ? zu erzielen.

Im Arbeitsgebiet Fördertechnik erhöhte Linde nach eigenen Angaben im Halbjahr das operative Ergebnis um 14 % auf 114 Mill. ? bei einem Umsatzanstieg von 11,5 % auf 1,526 Mrd. ?. Der Auftragseingang in der Sparte nahm nach Lindeangaben um 6,1 % zu. Im Anlagenbau verringerte sich indes das operative Ergebnis nach Unternehmensangaben auf vier (zehn) Mill. ?, wobei die Umsätze um 15,7 % zurückgingen. Für das Gesamtjahr gehe der Konzern in der Sparte von einem Ergebnis etwas unter den 39 Mill. des Vorjahres aus.

In der Kältetechnik, in der Linde gegenwärtig Restrukturierungen vornimmt, nahmen die Verluste im Halbjahr zu. Das operative Minus erhöhte sich nach Unternehmensangaben auf 22 Mill. ? nach minus 15 Mill. ? im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr gehe der Konzern aber für die Kältetechnik auf Grund des Restrukturierungsprogramms und einer abrechnungsbedingt besseren zweiten Jahreshälfte von einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegenüber 2000 aus.

Ferner teilte Linde mit, dass der Auftragseingang im Gesamtkonzern um 7,2 % auf 4,722 Mrd. ? zugenommen haben. Die Verbindlichkeiten des Konzerns würden weiter abgebaut.

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