Will Bertelsmann bei Viva einsteigen?
Viva: Mal gucken

Völlig untypisch für einen Wert vom Neuen Markt entwickelte sich in den vergangenen Wochen die Aktie des Musiksenders Viva.

DÜSSELDORF. Während der Neue Markt auf neue historische Tiefstände zusteuert, zeigt sich bei der Viva-Aktie eine seltsame Aufwärtstendenz. Ohne große Sprünge an einzelnen Tagen legt das Papier kontinuierlich zu - fast auffällig unauffällig. Möglicherweise, so eine Spekulation in Börsenkreisen, will jemand in aller Ruhe Anteile einsammeln, ohne dabei viel Wind zu machen.

Immerhin finden Trittbrettfahrer die vage Hoffnung auf eine Viva-Übernahme so reizvoll, dass sie auf den Zug aufgesprungen sind. Nur: Wer käme als Käufer von Viva überhaupt in Frage? Die paritätisch mit jeweils gut 15 Prozent beteiligten Plattenmultis Warner, EMI und Universal dürften Viva primär als Abspielstation betrachten - von ihnen braucht im Prinzip keiner die Mehrheit. Eher im Bereich des Möglichen erscheint da schon ein Einstieg von Bertelsmann. Da würde Viva auch gut hinpassen. Denn zu den Güterslohern gehört einerseits die europäische TV-Senderfamilie RTL, andererseits das Plattenlabel BMG. Interessant wird es aber auch beim Gedanken an den Eigner des Viva-Konkurrenten MTV. Der heißt Viacom und schloss zuletzt weitere Akquisitionen nicht aus. Viele Zocker scheinen sich jetzt zu sagen: Mal gucken, ob da was dran ist. Eine Spekulation, der allerdings rasch die Luft ausgehen könnte.

Quelle: Wirtschaftswoche

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