Williams im Halbfinale mit den besseren Nerven
Scharapowa fordert Williams heraus

Im Wimbledon-Endspiel kämpfen Serena Williams und Maria Scharapowa am Samstag um den Titel. Die Titelverteidigerin stand im Zitterspiel gegen Amelie Mauresmo im regnerischen London schon vor dem Rausschmiss.

HB LONDON. Doch die wieder einmal an ihren schwachen Nerven scheiternde Französin gab ihr eine letzte Chance und verpasste den schon sicher geglaubten Einzug in ihr zweites Grand-Slam-Finale nach Melbourne 1999. Nach einem 2:27 Stunden währenden Kampf auf Messers Schneide durfte Serena Williams ihren 6:7 (4:7), 7:5, 6:4-Erfolg feiern und weiter vom dritten Titel in Serie träumen. Das war in Wimbledon zuletzt Steffi Graf zwischen 1991 und 1993 gelungen.

Die 17-jährige Maria Scharapowa, die den einzigen Vergleich mit Serena Williams in Miami im Frühjahr glatt verlor, musste nicht minder hart kämpfen. Mit einem 2:6, 7:6 (7:5), 6:1-Erfolg im Duell der Generationen schaltete sie Lindsay Davenport aus und machte die Hoffnung der 29 Jahre alten Amerikanerin zunichte, auf der Zielgeraden ihrer Karriere ein zweites Mal nach 1999 den Titel bei den All England Championships holen zu können.

"Ich habe ziemlich gut gespielt, aber Maria hatte nach der zweiten Regenpause immer die bessere Antwort parat", sagte Davenport nach ihrem möglicherweise letzten Auftritt auf dem "Heiligen Rasen". Die Olympiasiegerin von 1996, die am Saisonende wohl aufhört, hatte das Match zunächst sicher im Griff. Doch dann übernahm ihre elf Jahre jüngere Kontrahentin mit harten, platzierten Schlägen die Regie. Nach ihrem Erfolg beim Vorbereitungsturnier in Birmingham greift die Russin, die im Halbfinale erstaunlich ruhig spielte, nach ihrem zweiten Rasen-Titel. Es wäre ihr insgesamt vierter Turniersieg, der mit einem Preisgeld von 840 000 Euro belohnt wird - das doppelt so viel wie die finale Verliererin bekommt. Lindsay Davenport kassierte für das Aus in der Vorschlussrunde 205 000 Euro. So viel wie Amelie Mauresmo, die sich über eine vertane Chance ärgern musste.

Wie die Titelverteidigerin will auch Vorjahressieger Roger Federer im Rennen bleiben. Der Schweizer hat in jetzt schon 22 Rasenmatches ohne Niederlage seine Stärke bewiesen. Das wird an diesem Freitag im Halbfinale auch Sebastien Grosjean zu spüren bekommen. Der Franzose, der den Siegeszug des Bayreuther Debütanten Florian Mayer gestoppt hat, ist trotz der Bilanz von 2:1 Siegen (alle aus dem Jahr 2001) klarer Außenseiter. Im zweiten Match der Vorschlussrunde stehen sich der Amerikaner Andy Roddick und Mario Ancic aus Kroatien gegenüber. Den einzigen Vergleich gewann Roddick vor drei Wochen im Londoner Queen's Club. "Super Mario" beendete die alljährliche "Henmania" in Wimbledon, als er den Briten Tim Henman ausschaltete.

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