"Windelweicher Vertrag"
Kritik an der Einigung zwischen ARD/ZDF und Kirch

Einen Tag nach Zustimmung der ARD-Intendanten zum WM-Rechte-Deal zwischen der Kirch-Gruppe und ARD und ZDF haben Politiker das Zustandekommen kritisiert.

dpa HAMBURG. Es handele sich um einen "windelweichen Vertrag, der einen Haufen Geld kostet, aber nicht klar macht, ob im Jahr 2006 die öffentlich-rechtlichen Sender die Spiele zeigen können", sagte die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis der "Frankfurter Rundschau".

Norbert Lammert, medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU - Bundestagsfraktion, bemängelte, dass nach der Einigung an der "vielbeschworenen Gebührenschraube" weitergedreht würde. "Die ohnehin hohen monatlichen Gebühren erzeugen entsprechend hohe Erwartungen der Zuschauer, die Anstalten fühlen sich verpflichtet diesen Erwartungen, koste es was es wolle, zu entsprechen", sagte er am Freitag.

Die ARD-Intendanten hatten dem Rechte-Paket, das den öffentlich- rechtlichen Sendern 25 Spiele der WM 2002 zum Preis von 250 Mill. DM garantiert und eine Option für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gewährt, am Donnerstag mit sechs Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen zugestimmt. Kirch hatte die europäischen WM- Übertragungsrechte für 2002 und 2006 für 1,7 Mrd. DM beim Weltfußballverband FIFA gekauft.

Fritz Raff, Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR), kritisierte in dem Zusammenhang, dass die Verständigung zwischen Kirch und ARD/ZDF durch den großen Druck von politischer Seite zustande gekommen sei. Dieser habe die Verhandlungsposition von ARD und ZDF geschwächt.

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