Windenergie ist eine Jobmaschine
Enercon schafft 450 Arbeitsplätze in Magdeburg

Der nach eigenen Angaben führende deutsche Hersteller von Windenergieanlagen, die Enercon GmbH (Aurich/Niedersachsen), baut seinen Standort Magdeburg weiter aus. In eine neue Rotorblattfertigung würden insgesamt rund 22 Mill. Euro investiert, sagte Enercon-Chef Aloys Wobben am Donnerstag in Magdeburg. Bis Mitte kommenden Jahres sollten 450 Arbeitsplätze entstehen.

dpa-afx MAGDEBURG. Hintergrund sei angesichts des Booms in der Branche der Bedarf nach weiteren Fertigungskapazitäten. Schon jetzt beschäftige Enercon über ein Drittel seiner rund 3 600 Mitarbeiter an mehreren Standorten in Magdeburg. "Die Windenergie ist eine Jobmaschine, die ihresgleichen sucht", sagte Wobben. In Deutschland beschäftige die Branche bereits 35 000 Mitarbeiter.

Mit dem Ausbau von Hallen der ehemaligen Stahlgießerei Magdeburg-Rothensee war bereits im Februar begonnen worden. Bisher haben hier nach Angaben von Geschäftsführer Volker Ziem 227 Beschäftigte Arbeit gefunden. Bis Jahresende sollen es 300 sein. Gefertigt werden 35 Meter lange Rotorblätter aus Verbundwerkstoffen.

Enercon hat in Deutschland, Brasilien, Indien und Schweden knapp 3 600 Beschäftigte, davon 1 300 in Magdeburg. Weitere 12 000 Beschäftigte arbeiten bei Zulieferern. Im vergangenen Jahr wurde eigenen Angaben zufolge ein Umsatz von 568 Mill. Euro realisiert. Die Windräder werden in 19 Länder exportiert.

Wirtschaftsministerin Katrin Budde (SPD) sagte, mit den Investitionen von Enercon werde der traditionsreiche Magdeburger Schwermaschinenbau wiederbelebt. Die Elbestadt entwickele sich zu einem Zentrum im deutschen Windenergieanlagenbau. Zudem würden im Land rund neun Prozent der deutschen Windenergie erzeugt. Das sei bundesweit Platz vier.

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