Windows-CE macht dem Palm zu schaffen
Organiser und Handy wachsen zusammen

Der jahrelange Marktführer Palm ist in Bedrängnis geraten: Auf dem Taschencomputermarkt sind die Geräte mit einem PocketPC-Windows von Microsoft zunehmend erfolgreich. Mit der Entwicklung von Internet-Diensten für Unternehmen sollen sich die "Personal Digital Assistants" (PDA) künftig vom elektronischen Spielzeug für den Manager zum unentbehrlichen Werkzeug für den mobilen Zugriff auf Firmendaten mausern.

WiWo/ap FRANKFURT/M. Das vergangene Jahr war für die PDA-Hersteller ähnlich enttäuschend wie in anderen Regionen der IT-Welt. In Westeuropa wurden im letzten Quartal des vergangenen Jahres 19,1 Prozent weniger PDA-Geräte verkauft als ein Jahr zuvor, weltweit ging der Absatz um 4,2 Prozent zurück.

Trotz rückläufiger Marktanteile konnte Palm (Halle 2, Stand B36) weltweit seinen Spitzenplatz mit 42,6 Prozent halten. Auf Platz zwei der Verkaufsrangfolge im Schlussquartal 2001 kam Handspring (11,1 Prozent), das ebenfalls das Palm-Betriebssystem einsetzt. Zulegen konnten Compaq (Halle 1, Stand 4h2) mit einem Marktanteil von nun 9,6 Prozent und Hewlett-Packard (Halle 1, Stand 7i2) mit einem Marktanteil von 6,2 Prozent, die beide auf den PocketPC setzen - das Mini-Windows ermöglicht einen reibungslosen Austausch mit den Daten vom Windows-PC am Arbeitsplatz.

Da auch der Clié von Sony das Palm OS einsetzt, liegt dieses Handheld-Betriebssystem in der Verbreitung noch deutlich vor Windows und Symbian/Epoc. Der führende Anbieter von Epoc-PDAs, die britische Firma Psion (Halle 9, Stand C72), will sich künftig mehr auf Business-Anwender konzentrieren. Einen Linux-PDA will Sharp (Halle 1, Stand 7a2) auf der Cebit vorstellen: Mit dem SL-5500G können auch Java-Programme genutzt werden.

Der interessanteste Trend bei den Handheld-Computern ist aber die Verschmelzung mit dem Mobiltelefon. Was Nokia mit dem Communicator als erster vorgemacht hat, taucht jetzt in ganz anderer Gestalt auf. Zu den PDA-Aufsteigern gehört auch der Hersteller Handspring, der das Palm-Betriebssystem lizenziert hat. Auf besonderes Interesse stößt der neue Treo Communicator von Handspring: dieses Gerät verbindet einen PDA mit Palm OS mit einem GSM-Mobiltelefon und wird wie das Handy zusammen mit einem Mobilfunkvertrag verkauft. Ab Sommer soll es ein Update auf GPRS geben, womit der Treo ständig mit dem Internet verbunden sein kann. In Europa wird der Treo vom britisch geführten Verbund mmO2 vertrieben, zu dem in Deutschland Viag Interkom (Halle 12, Stand B06) gehört.

Dieser Mobilfunkanbieter stellt auch ein eigenes PDA-Handy vor, den Internet-Pocket-PC O2 xda. Auf der Cebit werden speziell dafür entwickelte Anwendungen gezeigt. Auch Hewlett-Packard ist fleißig am Kombinieren: Ein neuer Jornada erweitert den PocketPC-Organizer um Telefonfunktion und die gleitende Verbindung zu verschiedenen Funknetzen: öffentliche Netze wie dem eines Flughafens oder das Firmenfunknetz (Wireless LAN); unterstützt werden GSM, GPRS und UMTS.

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