Windparks als Abschreibungsobjekte auch für ökologisch nicht engagierte Anleger
Umweltkontor strebt mit Energie an die Börse

agr DÜSSELDORF. Der Projektentwickler für Windparks, die Umweltkontor Renewable Energy AG, Hückelhoven, will - möglicherweise bereits in diesem Jahr - an den Neuen Markt der Börse Frankfurt. Wie Vorstandschef und Hauptaktionär Heinrich Lohmann erklärte, will die 1995 gegründete Umweltkontor damit das Kerngeschäft Windenergie in Deutschland aus- und im europäischen Ausland aufbauen. Expandieren will Lohmann außerdem in der Projektentwicklung anderer erneuerbarer Energien, beispielsweise Solarenergie. Mittelfristig ist der Einstieg in das Servicegeschäft und den Stromhandel geplant.

Mit über 1250 (98: 793) Megawatt installierter Leistung sei 1999 ein Rekordjahr für die Windenergie in Deutschland gewesen. Auch für Umweltkontor: Der Umsatz sei auf 50 Mill. DM fast vervierfacht worden. Das Betriebsergebnis bezifferte Lohmann auf zwei Mill. DM. Für die Jahre 2000/01 stehe ein Projektvolumen von über 200 Mill. DM in den Büchern. Dieses könnte sofort umgesetzt werden, vorausgesetzt es stünden genügend Vorfinanzierungsmittel zur Verfügung. Lohmann: "Als einer der wenigen Anbieter können wir das komplette Programm von der Windmessung über die Planung, Realisierung und Finanzierung bis hin zum Betrieb der Anlagen anbieten."

Frisches Kapital hat sich Lohmann jetzt erst einmal mit dem Einstieg der Fort Köln, besorgt. Fort Knox ist eine Tochtergesellschaft der Kapitalbeteiligungsgesellschaft der deutschen Versicherungswirtschaft (KDV), Düsseldorf. Die Venture Capital-Gesellschaft hat sich mit einem Betrag im niedrigen einstelligen Millionenbereich an Umweltkontor beteiligt.

Umweltkontor bietet schlüsselfertige Windparks als Investment an. Die Investoren betreiben die Anlage als Einzelunternehmer oder als Investorengemeinschaft. In den ersten Betriebsjahren ergeben sich Verlustzuweisungen aus dem Fonds. Das Geschäft funktioniert im Prinzip wie eine Abschreibungsgesellschaft im Immobilienbereich. Bislang seien 14 Projekte in Betrieb, sagte Lohmann. Umweltkontor ist einer von etwa zehn größeren Projektentwicklern auf dem Windenergiemarkt.

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